Retired Numbers
Manche Rückennummern sind mehr als nur eine Zahl auf dem Trikot – sie stehen für besondere Persönlichkeiten, prägende Momente und große Verdienste um den Eishockey-Standort Crimmitschau.
Folgende Rückennummern werden aus Respekt und Anerkennung nicht mehr vergeben und bleiben für immer mit ihren Namen und Leistungen verbunden. Die jeweiligen Banner hängen zudem unter dem Hallendach des Kunsteisstadions im Sahnpark.
Von 1994 bis 2002 stand Ralf Kösling (29.11.1965) für den ETC Crimmitschau zwischen den Pfosten und entwickelte sich schnell zu einem der wichtigsten Gesichter des Vereins. In einer Zeit voller Höhen und Herausforderungen war auf ihn immer Verlass. Mit großem Einsatz, Leidenschaft und unerschütterlichem Kampfgeist wurde er zu einem echten Urgestein des Crimmitschauer Eishockeys. Besonders unvergessen bleibt die Saison 1999/2000, in der Ralf Kösling gemeinsam mit dem ETC die Oberliga Süd Meisterschaft, den Gewinn des Sachsenpokals sowie des Jaroslav-Hauer-Pokals feiern konnte – ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte und einer der größten sportlichen Erfolge dieser Zeit.
Doch nicht nur sportlich hinterließ Kösling bleibenden Eindruck. Seine Vereinstreue, seine Identifikation mit dem Standort und seine Nähe zu den Fans machten ihn über Jahre hinweg zu einem absoluten Publikumsliebling. Für viele Anhänger war „Kösi“ weit mehr als nur ein Torhüter – er war das Gesicht des ETC. Die Rückennummer 1 steht deshalb bis heute für Leidenschaft, Loyalität und Herzblut für den Standort Crimmitschau.
Die Rückennummer 10 steht in Crimmitschau für einen Spieler, der über Jahrzehnte hinweg Spuren hinterlassen hat – auf und neben dem Eis. In seiner Heimat und auf der ganzen Welt: Stefan Steinbock (27.09.1962). Der ehemalige Stürmer blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück, die ihn bereits in jungen Jahren nach Berlin führte. Mit dem SC Dynamo Berlin feierte er große Erfolge in der DDR-Oberliga und gehörte zudem zum Kader der Nationalmannschaft der DDR. Als Nationalspieler vertrat er sein Land in insgesamt 99 Länderspielen auf allerhöchstem Niveau.
Nach überaus erfolgreichen Jahren in Berlin sowie Stationen in Landshut und Nürnberg führte ihn sein Weg in der Saison 1996/97 schließlich zurück nach Crimmitschau – und hier wurde „Zwecke“ schnell zu einer echten Identifikationsfigur. Mit seiner Erfahrung, seinem Einsatzwillen und seiner Leidenschaft für den Sport prägte er die Mannschaft als Kapitän und beendete mit dem Gewinn der Oberliga Süd-Meisterschaft, des Sachsenpokals und des Jaroslav-Hauer-Pokals im Jahr 2000 schließlich seine Profi-Karriere.
Doch sein Engagement für den Standort endete nicht mit seiner aktiven Karriere. Bis heute ist Stefan Steinbock ein wichtiger Teil der Eispiraten-Familie. Als Sponsorenbeauftragter sorgt er Jahr für Jahr dafür, dass starke Partner und Unterstützer dem Verein zur Seite stehen und trägt damit weiterhin maßgeblich zur Entwicklung des Standorts bei. Die Sperrung der Rückennummer 10 würdigt deshalb nicht nur einen großartigen Spieler, sondern auch einen Menschen, der den ETC Crimmitschau und die Eispiraten über Jahrzehnte hinweg mit Herzblut, Loyalität und Leidenschaft begleitet hat.
Die Rückennummer 13 steht in Crimmitschau für einen Spieler, der über viele Jahre hinweg wie kaum ein anderer für seinen Heimatverein und den Eishockeystandort stand – auf und neben dem Eis: André Schietzold. In Werdau geboren, begann sein Weg im Eishockey-Nachwuchs des ETC Crimmitschau. Schon früh galt er als außergewöhnliches Talent und machte mit seinen Leistungen auf sich aufmerksam. Über die Nachwuchsabteilung der Jungadler Mannheim sowie verschiedene deutsche U-Nationalmannschaften führte sein Weg schließlich in die DEL, wo er für die Adler Mannheim und die Düsseldorfer EG erste Erfahrungen auf höchstem Niveau sammelte.
Im Jahr 2010 kehrte André Schietzold zu seinem Heimatverein nach Crimmitschau zurück – und sollte dort eine Ära prägen. Über 13 Jahre hinweg lief der Standort-Spieler für die Eispiraten auf und entwickelte sich nicht nur sportlich zu einer festen Größe, sondern auch zu einer der wichtigsten Identifikationsfiguren des Clubs. Insgesamt absolvierte er für Crimmitschau 669 Pflichtspiele und erzielte dabei 104 Tore sowie 260 Vorlagen. Als Kapitän führte er seine Mannschaft auf und neben dem Eis und wurde über die Jahre zu einem absoluten Publikumsliebling und Aushängeschild des Vereins.
2023 endete seine Zeit in Crimmitschau zunächst mit dem Wechsel zu den KSW IceFighters Leipzig in die Oberliga. Doch auch dort schrieb Schietzold seine beeindruckende Geschichte im deutschen Eishockey weiter. Unter anderem bestritt er in Leipzig sein 1.000. Profispiel im deutschen Eishockey – ein Meilenstein, der die außergewöhnliche Langlebigkeit und Konstanz seiner Karriere eindrucksvoll unterstreicht. Im Jahr 2026 erklärte André Schietzold schließlich offiziell seine aktive Karriere für beendet.
Seine Verbindung zu Crimmitschau aber ist weiter ungebrochen. Die Sperrung der Rückennummer 13 würdigt deshalb nicht nur die sportlichen Leistungen eines herausragenden Eishockeyspielers, sondern vor allem einen Menschen, der den Eishockeystandort Crimmitschau über viele Jahre hinweg geprägt und repräsentiert hat. Die Nummer 13 wird künftig nicht mehr vergeben – und bleibt damit untrennbar mit dem Namen André Schietzold verbunden.
Die Rückennummer 43 von Torsten Heine (14.07.1979) steht in Crimmitschau für einen Spieler, der den Eishockey-Standort über viele Jahre hinweg geprägt hat – auf dem Eis, in der Kabine und weit darüber hinaus. Mit Leidenschaft, Loyalität und unermüdlichem Einsatz wurde der Offensivmann zu einem echten Gesicht des ETC Crimmitschau und später der Eispiraten Crimmitschau.
1998 wechselte Torsten Heine vom ES Weißwasser nach Crimmitschau und entwickelte sich schnell zu einer zentralen Persönlichkeit innerhalb der Mannschaft, mit der er 1999/2000 den Gewinn der Oberliga Süd, des Sachsenpokals und des Jaroslav-Hauer-Pokals feierte. Bis 2002 lief der Stürmer für den ETC auf. Nach einem kurzen Intermezzo bei den Eisbären Berlin kehrte er 2003 dann in den Sahnpark zurück und blieb dem Standort als Kapitän auch 2007, nach der Ausgliederung der Profiabteilung in die Eispiraten Crimmitschau GmbH, treu.
Nach der Saison 2010/11 beendete Torsten Heine schließlich seine beeindruckende Profi-Karriere. Insgesamt absolvierte er 645 Spiele am Eishockey-Standort Crimmitschau und sammelte dabei starke 421 Scorerpunkte – Zahlen, die seine außergewöhnliche Bedeutung für den Standort eindrucksvoll unterstreichen. Die Verbundenheit zwischen Torsten Heine und den Fans zeigt sich bis heute auf ganz besondere Weise: Ihm zu Ehren wurde die heutige „Heinekurve“ im Sahnpark benannt – jener Ort, an dem die aktive Fanszene der Eispiraten Woche für Woche für eine lautstarke Unterstützung sorgt.
Auch nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn blieb Torsten Heine dem Eishockeysport eng verbunden. Als hauptamtlicher Nachwuchstrainer engagierte er sich für die Entwicklung junger Talente und ist darüber hinaus als Übungsleiter für den SEV tätig. Zudem stand er interimsweise auch bei den Eispiraten-Profis als Coach an der Bande und brachte seine Erfahrung so weiterhin aktiv in den Standort ein.
Fotos: Archiv ETC Crimmitschau e.V./Eispiraten Crimmitschau GmbH, Ralf Rojé und Wolfgang Wukasch



