Am vergangenen Freitag waren die Eispiraten zu Gast in der Kinderarztpraxis Natalia Dietrich am Friedenspark. In Vertretung des Clubs übergaben Julia Pehling, Verteidiger Mirko Sacher sowie die beiden Spielerfrauen Verena Sacher und Anna Reich ein von der gesamten Mannschaft signiertes Trikot.
Mit dieser kleinen Aufmerksamkeit möchten sich die Eispiraten herzlich für die hervorragende medizinische Betreuung der Familien aus der Eispiraten-Organisation bedanken. Gerade bei Erkältungen oder kleineren Wehwehchen ist die Kinderarztpraxis oft die erste und wichtigste Anlaufstelle für die Kids. Umso mehr schätzen die Eispiraten das große Engagement und die verlässliche Unterstützung des gesamten Praxisteams.
Westsachsen mit Zusatzpunkt am vierten Blaulicht-Tag
Die Eispiraten Crimmitschau haben ihr heutiges Heimspiel im Rahmen des vierten Blaulicht-Tages gegen den EHC Freiburg für sich entschieden. Mit 2:1 setzten sich die Westsachsen vor 3.800 Zuschauern in der Overtime gegen die Breisgauer durch. Dylan Wruck brachte die Crimmitschauer zunächst in Führung, Maxim Trépanier erzielte in der Overtime den entscheidenden Game Winner.
Medizinischer Notfall sorgt für Ruhe im Sahnpark – Wruck kaltschnäuzig zum 1:0
Die beste Nachricht vor dem Anbully konnte man dem offiziellen Spielbericht entnehmen: Nach langer Verletzungspause kehrte der tschechische Offensivmann Ladislav Zikmund zurück in den Kader der Westsachsen. Die Zuschauer des vollen Sahnparks sahen schließlich ein offenes Spiel zu Beginn der Partie. Sowohl die Eispiraten als auch der EHC Freiburg agierten zunächst ohne großes Risiko und tasteten sich ab – lediglich Maxim Trépanier hatte eine große Chance, traf aus spitzem Winkel jedoch nur das Gestänge.
In eben jener Phase wurde es ruhig im Stadion: Aufgrund eines medizinischen Notfalls wurde der Support seitens der Fans eingestellt. Als Entwarnung gegeben wurde und auch die Zuschauer wieder kräftig pushten, kamen die Crimmitschauer immer besser ins Spiel. Louis Brune und Johannes Schmid scheiterten mit ihren guten Chancen, die Eispiraten belohnten sich aber nach 14 Minuten dann doch: Tim McGauley stibitzte seinem Gegenspieler an der eigenen blauen Linie die Scheibe, schaltete schnell um und legte schließlich clever für Dylan Wruck ab, der eiskalt blieb und zum nicht unverdienten 1:0 einschoss.
Verbesserte Freiburger im zweiten Durchgang
Die Freiburger kamen dann jedoch verbessert aus der Kabine, weshalb es nun wieder ein deutlich offeneres Spiel wurde. Die Wölfe nahmen nun viele Schüsse und versuchten, Kevin Reich unter Druck zu setzen. Der Eispiraten-Schlussmann blieb aber gewohnt sicher und ließ auch im zweiten Durchgang keinen weiteren Treffer zu. Auf der Gegenseite blieben jedoch auch die Eispiraten immer wieder gefährlich, verpassten es aber trotz bester Möglichkeiten, die Führung auszubauen. Adam McCormick aus der Ferne sowie Dominic Walsh und Louis Brune blieben mit ihren Versuchen zu ungenau.
Später Ausgleich schockt Eispiraten – Trépanier mit dem Game Winner in Overtime
Auch im Schlussabschnitt schenkten sich beide Teams in einem intensiven, aber keineswegs unfairen Spiel nichts. Kevin Reich stand dabei immer wieder seinen Mann und stellte in einigen Situationen zudem einmal mehr unter Beweis, dass er ein mitspielender Goalie ist. Auf der Gegenseite war es einmal mehr Till Michel, der sich nicht für einen ordentlichen Auftritt belohnen konnte. Er konnte ebenso wenig erhöhen wie Denis Shevyrin, der bei seinem Alleingang kurz vor Ex-Eispirat Fabian Hegmann noch ausgebremst wurde.
Letztlich konnten die Freiburger die Crimmitschauer spät schocken. In numerischer Überzahl war es Goldhelm Shawn O’Donnell, der Reich überwand und nach 58 Minuten zum 1:1 einschoss. In der Overtime ging es schließlich hin und her, wobei zunächst die Freiburger etwas griffiger wirkten. Die Gastgeber hatten jedoch das nötige Quäntchen Fortune: Mario Scalzos Querpass konnte Maxim Trépanier zum 2:1-Game Winner über die Linie drücken. Damit sicherte der Kanadier mit seinem zweiten Saisontor den wichtigen Zusatzpunkt für die Eispiraten.
Westsachsen mit starkem Auswärtsspiel – Effizienz entscheidet Partie am 38. Spieltag
Die Eispiraten Crimmitschau haben ihr heutiges Auswärtsspiel bei den Krefeld Pinguinen mit 1:4 verloren. Gegen das formstarke Spitzenteam der DEL2 zeigte die Mannschaft von Jussi Tuores über weite Strecken eine disziplinierte und engagierte Leistung, belohnte sich dafür jedoch nicht. Vor 6.009 Zuschauern in der Yayla-Arena entschieden letztlich Effizienz und einzelne Fehler zugunsten des Tabellenführers. Adam McCormick erzielte den einzigen Crimmitschauer Treffer.
Im Vergleich zum 2:1-Heimerfolg über Ravensburg mussten die Eispiraten nun auf die verletzten Corey Mackin und Christian Schneider verzichten, zudem standen Lars Hamori und Ladislav Zikmund, der kurz vor seiner Rückkehr ins Team steht, nicht im Aufgebot. Dafür kehrten Kevin Reich, Louis Brune und Mario Scalzo ins Lineup zurück, Walsh rückte somit wieder in den Sturm.
Defensiv stark und gut eingestellt
Die Eispiraten starteten konzentriert in die Partie und ließen Krefeld in den ersten zwanzig Minuten kaum zur Entfaltung kommen. Beide Teams agierten eng am Mann, Torchancen blieben hingegen lange Mangelware. Mit zunehmender Spielzeit erspielten sich die Gäste aus der Pleißestadt sogar leichte Vorteile und die besseren Möglichkeiten, unter anderem durch Maxim Trépanier und Sebastian Streu. Die Defensive stand zudem sicher, Kevin Reich war bei den wenigen Abschlüssen der Gastgeber stets zur Stelle.
Effizienz bringt Krefeld in Führung
Auch im zweiten Abschnitt blieb die Begegnung ausgeglichen. Die Eispiraten hielten ihre Linie, arbeiteten hart gegen den Puck und setzten immer wieder Nadelstiche nach vorne. Dennoch waren es die Pinguine, die zuschlugen: Nach einem abgefangenen Pass traf Jonathan Matsumoto, der zu viel Platz und Zeit für sich zu nutzen wusste, mit einem platzierten Schuss zur 0:1-Führung (26.). Die Crimmitschauer ließen sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen, erspielten sich weitere Chancen – doch die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss fehlte weiterhin. So ging es mit einem knappen Rückstand in die zweite Pause.
McCormick gleicht aus – Krefeld antwortet postwendend
Die Eispiraten kamen entschlossen aus der Kabine und belohnten sich schließlich früh: Adam McCormick, der sich nach einer schnellen Umschaltsituation in die Offensive einschaltete, hämmerte die Scheibe zum 1:1-Ausgleich ins Kreuzeck und brachte seine Farben zurück ins Spiel (41.). Doch die Antwort der Gastgeber folgte prompt – ein Fernschuss von Davis Vandane, der Kevin Reichs Beine durchquerte, brachte Krefeld erneut in Front – 1:2 (43.). In der Folge versuchte Crimmitschau alles, erhöhte den Druck, fing sich aber in eben jener Drangphase das nächste Gegentor. Statt des Ausgleichs sorgte Marcel Müller in seinem 1.000. Profispiel für die Vorentscheidung in der 53. Minute – 1:3. Letztlich machte Max Newton mit seinem Tip-in ins verwaiste Tor der Westsachsen den Eckel drauf und traf in der 59. Minute zum 1:4-Endstand.
Die Eispiraten zeigten beim formstärksten Team der Liga eine insgesamt starke Leistung, standen defensiv lange stabil und erspielten sich ausreichend Möglichkeiten. Am Ende machten jedoch individuelle Fehler und die höhere Effizienz der Pinguine den Unterschied. Am Sonntag geht es für das Team von Jussi Tuores direkt weiter: Zum 4. Blaulicht-Tag im Sahnpark wartet der EHC Freiburg (25.01.2026 – 17.00 Uhr).
Foto: Christoph Jürgens
Torfolge (0:0, 1:0, 3:1):
1:0 Jonathan Matsumoto (Leonhart Korus, Marcel Müller) 25:13 1:1 Adam McCormick (Dominic Walsh) 40:45 2:1 Davis Vandane (Max Newton, Matthew Santos) 42:46 3:1 Marcel Müller (Davis Vandane, Max Newton) 52:04 – PP1 4:1 Max Newton (Matthew Santos, Philip Gogulla) 58:22
Der erste „Dreier“ im Jahr 2026 ist in den Büchern und die Eispiraten haben diesen teuer bezahlen müssen. In der aktuellen Folge sprechen Moderator Steve, Norman und Felix Thomas über die Verletzung von Topscorer Corey Mackin, den wichtigen Sieg am Dienstagabend gegen Ravensburg und die Verlängerung von Trainer Jussi Tuores.
Eispiraten treffen am Wochenende auf Krefeld Pinguine und EHC Freiburg
In der DEL2 geht es Schlag auf Schlag: Die Eispiraten Crimmitschau stehen vor einem intensiven Wochenende. Am morgigen Freitag (23.01.2026 – 19:30 Uhr) sind die Westsachsen beim Tabellenführer Krefeld Pinguine gefordert, ehe am Sonntag (25.01.2026 – 17:00 Uhr) das Heimspiel gegen den EHC Freiburg ansteht. Im Rahmen dieser Partie findet zudem der mittlerweile 4. Blaulicht-Tag im Kunsteisstadion Sahnpark statt. Tickets für das Heimspiel gegen die Breisgauer sind weiterhin online sowie an der Abendkasse erhältlich.
Kraftakt gegen Ravensburg – Sieg teuer erkauft
Die Eispiraten haben am Dienstagabend eindrucksvoll Moral bewiesen. Gegen die formstarken Ravensburg Towerstars erkämpfte sich das Team von Jussi Tuores einen hart umkämpften 2:1-Heimsieg und sammelte drei enorm wichtige Punkte im Kampf um die Pre-Playoff-Plätze. Der Erfolg war jedoch mit einem bitteren Preis verbunden: Corey Mackin fällt nach einem Check rund drei Wochen mit einer Oberkörperverletzung aus.
Damit reiht er sich in eine lange Verletztenliste ein. Mirko Sacher fehlt bis zum Saisonende, zudem sind Tim Lutz, Vinny Saponari und Nikolas Biggins noch keine Optionen, befinden sich jedoch planmäßig in der Reha. Auch Robin Veber wird am Freitag aufgrund einer anhaltenden Kopfverletzung aus dem Spiel gegen Landshut nicht zur Verfügung stehen. Christian Schneider, der bereits gegen Ravensburg angeschlagen war und mit Schmerzen spielte, fällt ebenfalls vorerst aus.
Positive Signale gibt es dennoch: Kevin Reich hat seine Unterkörperverletzung auskuriert und ist wieder einsatzbereit. Auch Ladislav Zikmund, Louis Brune und Mario Scalzo absolvierten am Donnerstag die komplette Trainingseinheit mit der Mannschaft und könnten schon in Krefeld ins Team zurückkehren. Ein Einsatz von Lars Hamori, der am Dienstag sein zweites Spiel im Trikot der Eispiraten bestritt, ist aktuell hingegen noch offen.
Zu Gast beim Ligaprimus
Die Aufgabe am Freitag könnte kaum schwieriger sein. Mit den Krefeld Pinguinen wartet der aktuelle Tabellenführer der DEL2. Das Team von Cheftrainer Thomas Popiesch hat bislang beeindruckende 85 Punkte aus 38 Spielen gesammelt und arbeitet konsequent auf die Hauptrunden-Meisterschaft hin. Der Vorsprung auf Verfolger Kassel beträgt derzeit neun Zähler.
Die Nordrhein-Westfalen gehen mit breiter Brust in das Duell: Neun Siege in Serie stehen zuletzt zu Buche, darunter ein deutlicher 7:2-Erfolg am Dienstag gegen Schlusslicht ESV Kaufbeuren. Auch die bisherigen Saisonduelle sprechen knapp für den KEV: Zwei Niederlagen mussten die Eispiraten hinnehmen, lediglich das Auftaktspiel am ersten Spieltag entschieden sie mit 4:1 im heimischen Sahnpark für sich.
Getragen wird das Krefelder Spiel vor allem von drei Kanadiern: Max Newton führt mit 51 Punkten die Scorerliste an, dicht gefolgt von Matthew Santos mit 47 Zählern. Komplettiert wird das Trio von Verteidiger Davis Vandane, der als offensivstärkster Abwehrspieler der Liga gilt und kürzlich seinen Vertrag um zwei weitere Jahre verlängerte. Im Tor kann Popiesch aus dem Vollen schöpfen – neben Felix Bick und Julius Schulte gehört nun auch Vorjahres-Meistergoalie Danny aus den Birken zum Kader, der am Dienstag sein Debüt für Krefeld feierte.
Blaulicht-Tag gegen die Wölfe aus Freiburg
Am Sonntag kehren die Eispiraten zurück in den Sahnpark – und das zu einem besonderen Anlass. Beim Heimspiel gegen den EHC Freiburg steht der 4. Blaulicht-Tag an. Über 1.800 Feuerwehrleute, Rettungskräfte und Pflegekräfte haben sich bereits angekündigt, sodass ein stimmungsvoller und gut gefüllter Sahnpark garantiert ist.
Sportlich treffen die Westsachsen auf den aktuellen Tabellendreizehnten. Die Wölfe aus dem Breisgau haben bislang 41 Punkte aus 37 Spielen gesammelt. Das Team von Cheftrainer Juraj Faith gewann nur zwei der letzten fünf Partien, setzte jedoch zuletzt mit einem 4:1-Heimsieg gegen die Eisbären Regensburg ein kleines Ausrufezeichen. Die bisherigen Duelle verliefen ausgeglichen: Im Sahnpark feierten die Eispiraten einen souveränen 5:0-Erfolg, während sie in Freiburg mit dünnem Kader eine knappe und ärgerliche 0:1-Niederlage hinnehmen mussten.
Bester Scorer der Gäste ist Fabian Ilestedt mit 40 Punkten, während Eero Elo mit 19 Treffern der erfolgreichste Torschütze ist. Zudem kommt es zu mehreren Wiedersehen mit ehemaligen Crimmitschauern: Patrik Červený, Fabian Hegmann (beide Torhüter) sowie Travis Ewanyk kehren an ihre alte Wirkungsstätte zurück.
Spiele in der DEL2 live verfolgen
Für alle Fans, die nicht ins Stadion gehen können, wird es wieder zwei Möglichkeiten geben, dass Team von Cheftrainer Jussi Tuores dennoch live zu verfolgen. So bietet Sporteurope.TV einen kostenpflichtigen Livestream aller DEL2-Begegnungen an. Die Kollegen von etconline.de werden alle Fans zudem mit einem kostenfreien Liveticker auf dem Laufenden halten.
Topscorer mit Oberkörperverletzung im Heimspiel gegen Ravensburg
Die Eispiraten Crimmitschau müssen in den kommenden Wochen auf ihren Topscorer Corey Mackin verzichten. Der Stürmer, der bisher 17 Tore und 31 Vorlagen verbuchen konnte, zog sich im gestrigen Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars durch ungeahndeten Crosscheck eine Oberkörperverletzung zu, die ihn zu einer Pause von rund drei Wochen zwingen wird. Dies ergaben weitergehende Untersuchungen am heutigen Mittwoch.
Das Lazarett wächst inmitten der Schlussphase der DEL2-Hauptrunde somit weiter an. Dabei müssen die Westsachsen nun vorerst auf ihren besten Scorer verzichten. Wir wünschen Corey eine gute und schnelle Genesung und hoffen, ihn bald wieder auf dem Eis zu sehen.
Westsachsen drehen frühen Rückstand – Willensleistung bringt Heimdreier
Die Eispiraten Crimmitschau haben mit einer absoluten Willensleistung am heutigen Dienstagabend einen wichtigen Heimdreier eingefahren. Vor 1.248 Zuschauern setzten sich die personell angeschlagenen Westsachsen mit 2:1 gegen die favorisierten Ravensburg Towerstars durch. Tim McGauley und Dylan Wruck drehten einen frühen Rückstand noch im ersten Durchgang zugunsten der Gastgeber.
Das Heimspiel gegen die Towerstars stand – personell betrachtet – unter keinem guten Stern. Neben den zahlreichen Langzeitausfällen musste Cheftrainer Jussi Tuores, der seinen Vertrag um zwei weitere Jahre verlängerte, weiterhin auch auf Mario Scalzo, Louis Brune, Robin Veber und Kevin Reich verzichten. Dafür rückte Lars Hamori in den Kader, der bereits im Dezember sein Profi-Debüt im Sahnpark feierte, sonst allerdings für die U20-Mannschaft der Chemnitz Crashers in der DNL2 aktiv ist.
Früher Rückstand – McGauley und Wruck drehen die Partie
Die Eispiraten erwischten an diesem kalten Dienstagabend eine noch kältere Dusche zu Spielbeginn. Erik Karlsson erzielte nach einem Querpass von Ex-Pirat Robbie Czarnik die Führung der Gäste und sorgte nach gerade einmal 16 Sekunden – also mit dem ersten Angriff – für das 0:1 (1.). Auch die folgenden Minuten gehörten den Towerstars, während sich die Eispiraten erst nach und nach besser in die Partie hineinarbeiteten.
Die nur drei Offensivreihen und eine immer kompakter werdende Defensive machten es den Ravensburgern alles andere als leicht und konnten sich für ihren mühevollen Einsatz dann auch belohnen. Corey Mackin ließ seinen Gegenspieler an der roten Linie sensationell aussteigen, Dylan Wruck verzögerte clever und Tim McGauley, der Nico Pertuch im Tor der Ravensburger keine Abwehrchance ließ, schoss zum 1:1 in den Winkel (14.). Die Crimmitschauer nahmen den Schwung mit, blieben heiß und konnten erneut treffen. Corey Mackin hatte das Auge für den mitgelaufenen Dylan Wruck: Der Deutsch-Kanadier bugsierte die Hartgummischeibe unter die Querlatte und sorgte somit für die nicht unverdiente 2:1-Führung der Hausherren (16.).
Intensives Mitteldrittel im Sahnpark
Das zweite Drittel im Sahnpark war ein ganz intensives. Beide Teams schenkten sich nichts, die Eispiraten hielten mit ihrem kleinen Kader weiter wacker gegen die Towerstars dagegen – sinnbildlich dafür stand die überstandene doppelte Unterzahl. Dabei konnten sie sich auch immer wieder auf Christian Schneider verlassen, der seinen Vorderleuten den Rücken freihielt. Auf der Gegenseite waren es Corey Mackin am langen Pfosten, McGauley nach Ablauf seiner Strafzeit sowie Denis Shevyrin, die aus den besten Möglichkeiten im Mitteldrittel keinen Ertrag erzielen konnten.
Eispiraten bringen knappen Vorsprung über die Ziellinie
Die 1.248 Zuschauer sahen auch im Schlussabschnitt ein enges und körperbetontes Spiel beider Teams. Die dezimierten Crimmitschauer kämpften weiterhin aufopferungsvoll, spielten dabei aber auch cleveres und immer wieder ansehnliches Eishockey mit Zug zum gegnerischen Tor. Vor allem in numerischer Überzahl lief die Scheibe bei den Hausherren gut, Ertrag konnten die Westsachsen aus aussichtsreichen Positionen jedoch nicht erzielen. Sebastian Streu traf dabei nur den Pfosten.
In den Schlussminuten intensivierten die Gäste aus der Puzzlestadt noch einmal ihre Bemühungen. In eben jener Phase mussten die Eispiraten auf ihren Topscorer Corey Mackin verzichten, der sich nach einem Check an der Bande eine Oberkörperverletzung zuzog. Die verbleibenden Piraten warfen sich folglich – nach einer überaus strittigen Strafe gegen Ole Olleff – in jeden Schuss und überstanden auch die letzte Unterzahl kurz vor Ablauf der Schlusssirene.
Die Schützlinge von Chefcoach Jussi Tuores brachten den knappen Vorsprung schließlich über die Ziellinie und konnten sich nach intensiven 60 Minuten Eishockey über einen nicht unverdienten, aber ganz wichtigen Heimdreier freuen.
Foto: Alexander Grimm
Torfolge (2:1, 0:0, 0:0):
0:1 Erik Karlsson (Robbie Czarnik) 00:16 1:1 Tim McGauley (Dylan Wruck, Corey Mackin) 13:53 2:1 Dylan Wruck (Corey Mackin, Tim McGauley) 15:43
Die Eispiraten Crimmitschau stehen am heutigen Dienstagabend (20.01.2026, 19:30 Uhr) vor einer echten Bewährungsprobe. Im heimischen Sahnpark empfangen die personell stark gebeutelten Westsachsen mit den Ravensburg Towerstars eines der derzeit formstärksten Teams der DEL2. Tickets für das Heimspiel gegen die Baden-Württemberger sind weiterhin online sowie an der Abendkasse erhältlich.
Die Sorgenfalten bei den Verantwortlichen der Eispiraten werden zunehmend größer. Erst ein Spiel konnten die Crimmitschauer im Kalenderjahr 2026 bislang gewinnen. Zuletzt setzte es Niederlagen gegen die Konkurrenten aus Bietigheim und Landshut – ein klarer Negativtrend, den es aus Sicht der Eispiraten dringend zu stoppen gilt. Die Vorzeichen dafür könnten jedoch kaum ungünstiger sein.
Großes Lazarett bei den Eispiraten
Das Crimmitschauer Lazarett ist prall gefüllt. Für Mirko Sacher ist die Saison bereits beendet. Stammtorhüter Kevin Reich fehlt weiterhin mit einer leichten Unterkörperverletzung. Tim Lutz und Ladislav Zikmund stehen zwar wieder auf dem Eis, sind jedoch noch keine Option für den Spielkader. Hoffnung besteht bei Nikolas Biggins und Vinny Saponari, die sich aktuell in der Reha befinden und möglicherweise zeitnah zumindest wieder ins Eistraining einsteigen können.
Definitiv fehlen werden auch Louis Brune (Fußverletzung), Mario Scalzo sowie Robin Veber. Letzterer befindet sich nach seinem Krankenhausaufenthalt in Landshut zwar wieder in Crimmitschau, hätte jedoch ohnehin aufgrund einer Sperre pausieren müssen.
Erneut wird Cheftrainer Jussi Tuores daher auf Nachwuchsspieler Lars Hamori setzen. Der Allrounder feierte in dieser Saison bereits sein Profi-Debüt für die Eispiraten und ist ansonsten vorrangig in der U20 DNL2 für die Chemnitz Crashers aktiv. Dort überzeugte Hamori bislang mit 14 Toren und 21 Vorlagen in 25 Partien.
Ungeachtet der schwierigen Personalsituation wollen die Eispiraten vor heimischem Publikum alles daransetzen, den favorisierten Towerstars Punkte abzuknöpfen. Zusätzlichen Rückenwind soll dabei die Vertragsverlängerung von Cheftrainer Jussi Tuores geben, der seinen Kontrakt jüngst um zwei weitere Jahre bis 2028 verlängerte.
Ravensburg in Topform
Die Gäste aus Oberschwaben reisen mit breiter Brust nach Westsachsen. Nach einem schwachen Saisonstart haben sich die Ravensburg Towerstars eindrucksvoll stabilisiert und rangieren aktuell mit 58 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz. Zuletzt feierte das Team drei Siege in Serie: Nach Overtime-Erfolgen gegen Kaufbeuren und Weißwasser folgte ein souveräner 3:1-Heimsieg über die Starbulls Rosenheim.
Topscorer der Towerstars ist Mark Rassell, der mit 27 Treffern und insgesamt 41 Punkten die interne Scorerliste anführt. Ihm dicht auf den Fersen ist Ex-Eispirat Robbie Czarnik mit 38 Zählern. Darüber hinaus kommt es im Sahnpark zu einem Wiedersehen mit Thomas Reichel und Ilya Sharipov, die in der Vergangenheit ebenfalls das Trikot der Eispiraten trugen.
Die Rollen scheinen vor dem Duell klar verteilt – doch gerade im Sahnpark haben die Eispiraten schon oft bewiesen, dass sie auch unter schwierigen Bedingungen für Überraschungen gut sind.
Spiele in der DEL2 live verfolgen
Für alle Fans, die nicht ins Stadion gehen können, wird es wieder zwei Möglichkeiten geben, dass Team von Cheftrainer Jussi Tuores dennoch live zu verfolgen. So bietet Sporteurope.TV einen kostenpflichtigen Livestream aller DEL2-Begegnungen an. Die Kollegen von etconline.de werden alle Fans zudem mit einem kostenfreien Liveticker auf dem Laufenden halten.
Westsachsen setzen auf Kontinuität an der Bande – 36-jähriger Finne bleibt an Bord
Die Eispiraten Crimmitschau setzen weiterhin auf Kontinuität an der Bande: Cheftrainer Jussi Tuores hat seinen Vertrag beim DEL2-Club um zwei weitere Jahre verlängert. Der 36-jährige Finne bleibt den Westsachsen damit langfristig als sportlicher Chef an der Bande erhalten.
„Ich und wir als Familie fühlen uns hier wohl und ich habe zudem das Gefühl, dass ich hier als Trainer weiter vorankommen kann. Ich weiß, dass wir auch nächstes Jahr die Möglichkeit haben, hier eine konkurrenzfähige Mannschaft aufzubauen“, sagt Cheftrainer Jussi Tuores. „Über die Details meines Vertrags werde ich natürlich nicht sprechen, aber ich kann sagen, dass die Organisation sich jedes Jahr gut um uns gekümmert hat, was einer der wichtigsten Gründe ist, warum ich auch in den kommenden zwei Jahren für die Eispiraten arbeiten möchte.“
Tuores ist seit dem Jahr 2022 am Standort Crimmitschau tätig. Damals wechselte er aus dem Nachwuchsbereich des HC Pustertal zu den Eispiraten und übernahm zunächst die Rolle des Co-Trainers. Seit 2023 fungiert er als hauptamtlicher Cheftrainer und prägte seither maßgeblich die sportliche Entwicklung des Teams.
Mit seiner Vertragsverlängerung bleibt Tuores nicht nur ein Garant für sportliche Stabilität, sondern schreibt auch DEL2-Geschichte: Er ist aktuell der dienstälteste Trainer der Liga. Insgesamt coachte Tuores 171 Spiele für die Eispiraten, darunter 145 Hauptrundenpartien, in denen er einen Punkteschnitt von knapp 1,4 verbuchte.
Sportlich ist Tuores bereits jetzt der erfolgreichste Trainer der Clubgeschichte. Unter seiner Führung gelang den Eispiraten zweimal der Klassenerhalt in den Playdowns. Zudem führte er die Mannschaft in der Saison 2023/24 zur punktbesten Hauptrunde der Clubhistorie, die mit Rang drei abgeschlossen wurde. Gekrönt wurde diese Spielzeit durch das Erreichen des Playoff-Halbfinales, dem größten sportlichen Erfolg in der Geschichte der Eispiraten Crimmitschau.
„Für uns gab es keinen Grund nicht mit Jussi zu verlängern und dementsprechend haben wir ihm ein neues Angebot unterbreitet. Wir freuen uns riesig auf die weitere Zusammenarbeit mit ihm“, erklärt Teammanager Ronny Bauer.
Mit der Verlängerung von Jussi Tuores setzen die Eispiraten Crimmitschau weiterhin auf eine klare sportliche Linie, nachhaltige Entwicklung und die erfolgreiche Zusammenarbeit der vergangenen Jahre.
Spieler erhielt eine große plus Spieldauerdisziplinarstrafe
Gem. § 1 (3) Disziplinarordnung ist gegen den Spieler Robin Veber ein Ermittlungsverfahren durch die Ligagesellschaft eingeleitet worden.
Es lagen als Beweismittel vor:
Spielbericht vom 18.01.2026
Videoaufzeichnung
Nach Würdigung der Beweismittel stellt sich der Sachverhalt wie folgt dar: Die Situation ereignete sich bei Spielzeit 40:31 im Drittel des EV Landshut, in der Ecke. Als der Spieler #48 Wade Bergman vom EV Landshut versucht die Scheibe in der Ecke zu kontrollieren, skatet der Spieler #44 Robin Veber von den Eispiraten Crimmitschau Richtung #48 Wade Bergman und checkt ihn gegen den Kopf- und Nackenbereich.
Der Disziplinarausschuss ist der Ansicht, dass hier ein Verstoß gegen DEL-Regel 48 vorliegt.
Der Spieler #44 Robin Veber unternahm keinerlei Anstrengung in Puck besitz zu erlangen
Der Spieler #44 Robin Veber nahm durch seine Aktion eine Verletzung des Gegners in Kauf
Haupttrefferfläche war der Kopf und Nackenbereich
Der Disziplinarausschuss hält deshalb vorliegend eine Sperre von einem (1) Spiel in Verbindung mit einer Geldstrafe für angemessen. Diese Entscheidung beruht auf der DEL-Regel 48, den §§ 1, 4, 11, 16, 24, 27 der Disziplinarordnung sowie § 5 Spieler-Lizenzvertrag.