„Ich bin hier, um alles zu geben – für das Team, für die Fans und für den Club“
Mit Dylan Wruck haben die Eispiraten Crimmitschau in diesem Sommer einen hochkarätigen Neuzugang verpflichtet. Der 32-jährige Stürmer kommt von den Hannover Scorpions und bringt nicht nur enorme Offensivqualitäten, sondern auch reichlich Erfahrung aus allen drei deutschen Profiligen mit. Für Wruck ist der Wechsel nach Crimmitschau weit mehr als nur ein weiterer Karriereschritt – er ist eine bewusste Entscheidung. Wir stellen euch den Deutsch-Kanadier im Portrait vor.
„Eishockey gehört zu meinem Leben, solange ich denken kann“, sagt Wruck, der im kanadischen Saskatoon geboren wurde. Bereits mit zwei Jahren stand er zum ersten Mal auf dem Eis, inspiriert von seinem Vater, der ein großer Eishockey-Fan war. Seitdem hat ihn der Traum vom Profidasein nie losgelassen. „Von klein auf war es mein Wunsch, irgendwann einmal professionell Eishockey zu spielen.“
Wrucks Karriere führte ihn durch alle Höhen und Tiefen, die der Sport mit sich bringen kann. Besonders prägend war für ihn der Gewinn der WHL-Meisterschaft in der Saison 2011/12 mit einem Team, das eigentlich niemand auf dem Zettel hatte: „Ich habe damals bei den Edmonton Oil Kings gespielt. Wir waren das schlechteste Team – und haben trotzdem den Titel geholt. Das hat mir gezeigt, was möglich ist, wenn man als Team zusammensteht.“
Wruck selbst avancierte damals mit 84 Scorerpunkten in 74 Einsätzen zu einer tragenden Säule. Diese war er auch zu einem späteren Zeitpunkt, als ein weiteres Highlight seiner Karriere anstand: Der DEL2-Titelgewinn mit den Löwen Frankfurt: „Mit Frankfurt die Meisterschaft zu gewinnen und den Aufstieg in die DEL zu schaffen, war ein ganz besonderer Moment in meiner Laufbahn.“
„Genau das habe ich gesucht – nicht nur für meine Karriere, sondern auch für meine Familie“
Nun beginnt in Crimmitschau ein neues Kapitel für den 32-Jährigen. „Ich habe nur Gutes über den Club und die Fans gehört. Die Atmosphäre im Sahnpark ist sehr besonders – leidenschaftlich, laut, familiär. Genau das habe ich gesucht – nicht nur für meine Karriere, sondern auch für meine Familie.“
Schnell wird klar: Wruck ist ein Spieler, der Verantwortung übernehmen will – auf und neben dem Eis. „Mein Ziel ist es, körperlich und geistig in Topform zu sein, um dem Team in jeder Situation helfen zu können.“ Dabei denkt er nicht nur an persönliche Statistiken: „Ich will ein Spieler sein, auf den sich meine Mitspieler verlassen können – egal ob im Powerplay, in engen Spielsituationen oder einfach durch Kommunikation und Energie.“
Auch für das Team hat er große Ziele: „Ich glaube fest daran, dass wir das Potenzial haben, in der Hauptrunde eine sehr gute Rolle zu spielen. Und wenn wir konzentriert bleiben und zusammenhalten, können wir die Playoffs auf jeden Fall erreichen.“
Geprägt von Persönlichkeiten und einem Kindheitsidol
Sein Weg wurde geprägt von großen Persönlichkeiten. Besonders dankbar ist er Jari Pasanen, seinem ersten Trainer in der DEL: „Er hat mir das Vertrauen gegeben, mich auf höchstem Niveau zu beweisen. Ohne ihn hätte ich diesen Schritt vielleicht nie geschafft.“ Auch unter seinen Mitspielern waren viele bekannte Namen: „In der Jugend habe ich mit Spielern wie Brayden Schenn, Jaden Schwartz, Brayden McNabb und Mark Stone gespielt, die später in der NHL Fuß gefasst haben. In Deutschland waren es dann Größen wie Mike York oder Christian Ehrhoff, mit denen ich auf dem Eis stehen durfte.“
Sein Kindheitsidol war Joe Sakic – ein Spieler, den er für seine Eleganz und Zielstrebigkeit bewundert hat. Während seiner Spielerkarriere absolvierte er zwischen 1988 und 2009 mehr als 1.500 Partien für die Nordiques de Québec und deren Nachfolge-Franchise, die Colorado Avalanche. „Ich habe immer davon geträumt, wie er für die Avalanche zu spielen. Er war mein absolutes Vorbild.“
„Heute sind meine Frau und meine Kinder meine größten Fans“
Privat ist Wruck ein Familienmensch durch und durch. „Meine Eltern haben mich von klein auf unterstützt, mich zu Trainingseinheiten, Spielen und Turnieren gefahren. Heute sind meine Frau und meine Kinder meine größten Fans. Ohne sie wäre das alles nicht möglich.“ In seiner Freizeit verbringt er viel Zeit mit seinen Kindern im Park oder genießt eine entspannte Runde Golf während der Sommerpause – oder wenn es der eng getaktete Vorbereitungs- und Spielplan zulässt.
Und wie bereitet er sich auf ein Spiel vor? Mit festen Ritualen! „Ich bin da ziemlich routiniert – ich esse immer das Gleiche und ziehe mich auf eine bestimmte Art und Weise an. Das hilft mir, fokussiert zu bleiben und in die richtige Stimmung zu kommen.“
Mit Dylan Wruck haben die Eispiraten nicht nur einen technisch starken und torgefährlichen Angreifer unter Vertrag genommen, sondern auch einen echten Teamplayer mit Führungsqualität, der sich voll mit der neuen Aufgabe identifiziert: „Ich bin hier, um alles zu geben – für das Team, für die Fans und für den Club.“
Foto: 1 Löwen Frankfurt (DEL2-Meisterschaft 2022), 2 Puckpix by Steph
Der Spielplan für die DEL2-Saison 2025/2026 ist veröffentlicht. Die Hauptrunde startet am Freitag, 19. September 2025 und endet am Sonntag, 8. März 2026. Insgesamt stehen für jedes Team wieder 52 Hauptrundenspiele auf dem Programm.
Wie bereits bei der Auslosung verkündet, sollte das Spiel zwischen der Düsseldorfer EG und den Starbulls Rosenheim ursprünglich am Dienstag, 23. September 2025 in Düsseldorf stattfinden. Durch einen Heimrecht-Tausch wird die Partie jedoch bereits am Freitag, 19. September 2025 in Rosenheim ausgetragen, sodass zum Saisonstart alle 14 Clubs am Start sind. Insgesamt gab es nach der Spielplanauslosung 17 Spiele, bei denen Termine verlegt oder das Heimrecht getauscht wurde.
Neben den traditionellen Spielen rund um die Weihnachtsfeiertage gibt es in dieser Saison lediglich zwei reguläre Wochen-Spieltage: Dienstag, 20. Januar 2026 sowie Dienstag, 10. Februar 2026.
Die Clubs, Fans und Liga-Verantwortlichen blicken gespannt auf den Saisonstart Mitte September, wenn es endlich wieder heißt: „Herzblut Eishockey!“
Wie bereits in den vergangenen Jahren, bietet die DEL2 auch in dieser Saison den beliebten Kalender-Service an. Fans haben die Möglichkeit, die Spielpläne der einzelnen Clubs oder den kompletten Spielplan als Datei herunterzuladen. Diese Dateien können in elektronische Kalender integriert werden, wobei sie entweder lokal oder in einem Cloudlaufwerk gespeichert sein müssen. Dies ist vor allem beim Import über mobile Endgeräte wichtig. Bitte beachten Sie, dass alle Angaben ohne Gewähr sind.
Die Eispiraten Crimmitschau dürfen einen spannenden Neuzugang für den Defensivverbund vermelden: Der kanadische Verteidiger Adam McCormick wechselt von den Rockford IceHogs aus der AHL nach Westsachsen und besetzt bei den Eispiraten die dritte Importstelle. Der 25-Jährige wagt damit erstmals den Sprung nach Europa und wird fortan das Jersey mit der Nummer 7 tragen.
„Mit Adam bekommen wir einen Verteidiger, der auch offensive Akzente setzen wird. Er hat den Blick für das Spiel und die Fähigkeit, gute Aufbaupässe zu spielen“, erklärt Eispiraten-Teammanager Ronny Bauer.
„Mein Ziel für diese Saison ist es, viele Spiele gewinnen und auch den europäischen Lebensstil zu genießen. Außerdem habe ich gehört, dass die Fans und die Gemeinschaft in Crimmitschau etwas Besonderes sind. Ich freue mich darauf, die Energie im Stadion zu sehen, die sie mitbringen“, sagt Neuzugang Adam McCormick.
McCormick wurde am 25. Juni 2000 in Woodstock, New Brunswick geboren, durchlief mit den Cape Breton Eagles und den Acadie-Bathurst Titan zunächst die Québec Major Junior Hockey League (QMJHL) und trug anschließend über mehrere Jahre das Trikot der University of New Brunswick in der kanadischen USports. Neben dem Gewinn mehreren Meisterschaften, avancierte der Abwehrmann 2024 zum Verteidiger mit den meisten Assists (33) und spielte sich stetig in das All Star-Team der Hochschulliga.
Nachdem der Kanadier bereits 2018 am Development Camp der Dallas Stars aus der NHL teilnahm, gelang ihm in der vergangenen Saison schließlich der Sprung in den Profibereich, wo er in der American Hockey League (AHL) neun Spiele für die Rockford IceHogs, dem Farmteam der Chicago Blackhawks, absolvierte. Parallel sammelte McCormick Spielpraxis bei den Indy Fuel in der East Coast Hockey League (ECHL). Dort kam der 1,80 Meter große Linksschütze in 37 Partien zum Einsatz, verbuchte dabei 2 Tore und 13 Assists und sorgte so auch auf dem europäischen Markt für Aufsehen.
Der talentierte Defensivmann stand zuletzt nämlich auch im Fokus mehrerer Clubs aus der DEL, entschied sich nun aber bewusst für den Schritt zu den Eispiraten Crimmitschau in das deutsche Eishockey-Unterhaus. In der DEL2 soll McCormick sein großes Potenzial unter Beweis stellen und eine tragende Rolle im Defensivverbund der Westsachsen übernehmen.
Foto: James West / UNB Athletics
Der derzeitige Eispiraten-Kader für die Saison 2025/26 Tor: Kevin Reich, Christian Schneider Abwehr: Mirko Sacher, Gregory Kreutzer, Adam McCormick (AL), Ole Olleff, Alexander Schmidt, Alex Vladelchtchikov Angriff: Corey Mackin (AL), Tim Lutz, Dylan Wruck, Vinny Saponari, Ladislav Zikmund (AL), Denis Shevyrin, Till Michel, Johannes Schmid, Nikolas Biggins
14 Clubs starten am 19. September in die dreizehnte DEL2-Saison
Nach sorgfältiger Prüfung hat die Deutsche Eishockey Liga 2 (DEL2) das Lizenzprüfungsverfahren für die Saison 2025/2026 erfolgreich abgeschlossen. Allen sportlich qualifizierten Clubs der Vorsaison konnte das Fortbestehen der Clublizenz bestätigt werden. Das bedeutet: Zwölf Teams der vergangenen Spielzeit sind auch in der neuen Saison wieder mit dabei.
Die Bietigheim Steelers kehren nach ihrem sportlichen Aufstieg aus der Oberliga zurück in die DEL2. Der Club war bereits viele Jahre Teil der Liga und ist nun wieder auf der Bühne der zweithöchsten deutschen Spielklasse vertreten. Ebenfalls dabei ist die Düsseldorfer EG, die als sportlicher Absteiger aus der PENNY DEL erstmals in der DEL2 an den Start geht. Verlassen wird die Liga hingegen der sportliche Aufsteiger Dresdner Eislöwen, dem der Sprung in die höchste deutsche Spielklasse gelungen ist.
Der offizielle Startschuss für die neue Saison fällt am Freitag, 19. September. Der Spielplan wird Anfang kommender Woche veröffentlicht.
René Rudorisch, Geschäftsführer der DEL2: „Die Lizenzprüfung bleibt ein zentrales Instrument, um die wirtschaftliche Stabilität der Clubs zu sichern und faire Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten. Die Rückkehr der Bietigheim Steelers sowie der Einstieg der Düsseldorfer EG bringen sportliche Qualität und neue Impulse in unsere Liga. Mein Dank gilt allen Clubs für ihre professionelle Vorbereitung und der FREIHOF Kugler Partnerschaft mbB aus Ingolstadt für die Unterstützung bei der wirtschaftlichen und inhaltlichen Prüfung der Unterlagen.“
Die Fischtown Pinguins Bremerhaven und die Eispiraten Crimmitschau verlängern ihre bewährte und erfolgreiche Zusammenarbeit auch in der kommenden Saison 2025/2026. Die Kooperation geht damit in ihre neunte Saison und bleibt ein bedeutender Baustein in der strategischen Entwicklung beider Clubs.
Die Zusammenarbeit zwischen beiden Clubs ist geprägt von einem kontinuierlichen und konstruktiven Austausch. Im sportlichen Bereich lässt sich der Erfolg der Kooperation unter anderem an der Anzahl an Einsatzminuten messen, die Spieler der Fischtown Pinguins bei den Eispiraten erhalten. Die dort gesammelte Spielpraxis auf professionellem Niveau leistet einen nachweisbaren Beitrag zur individuellen Weiterentwicklung der eingesetzten Spieler.
Sebastian Furchner, Sportdirektor der Fischtown Pinguins, äußert sich äußerst zufrieden: „Wir sind äußerst zufrieden und stolz auf die Art und Weise, wie der Austausch mit Crimmitschau stattfindet. Unsere Spieler bekommen Qualitätseiszeit, was sie in ihrer individuellen Entwicklung deutlich voranbringt.“
Auch auf Seiten der Eispiraten wird die Kooperation als durchweg positiv bewertet. Ronny Bauer, Teammanager der Eispiraten Crimmitschau: „Auch wir sind stolz und glücklich die erfolgreiche Zusammenarbeit fortzuführen. Was unter Alfred Prey begann, hat in Sebastian Furchner einen würdigen Nachfolger gefunden. Mir ist vor allem die offene und verlässliche Art und Weise der Zusammenarbeit wichtig, denn das ist heutzutage nicht selbstverständlich!“
Gemeinsam verfolgt man das Ziel, junge Talente gezielt zu fördern und auf höchstem sportlichem Niveau weiterzuentwickeln. Mit Blick auf die neue Spielzeit wollen beide Clubs die Partnerschaft weiter intensivieren und so die Grundlage für nachhaltigen sportlichen Erfolg schaffen.
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„Ich wollte schon immer, dass Eishockey mein Beruf wird!“
Rafael Burkhardt ist ein echtes Crimmitschauer Eigengewächs und zählt in seiner Heimatstadt zu den vielversprechendsten Talenten seines Jahrgangs. Der ehrgeizige Stürmer, der aktuell sein bereits zweites Schülerpraktikum bei den Eispiraten absolviert, spielt seit seinem fünften Lebensjahr Eishockey und hat in der vergangenen Saison sowohl in der U15 als auch in der U17 des ETC Crimmitschau e.V. überzeugt. Bald steht für ihn der Wechsel zu den Eisbären Berlin an.
Aktuell absolviert Rafael sein zweites Praktikum bei den Eispiraten Crimmitschau – ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr ihn nicht nur das Spiel auf dem Eis, sondern auch die Abläufe hinter den Kulissen eines Profiklubs interessieren. Er nutzt die Gelegenheit, um zu verstehen, wie ein DEL2-Standort funktioniert – von Medienarbeit, über Vorbereitungen auf die neue Saison bis hin zur Organisation des Spielbetriebs.
Im Rahmen dieses Praktikums übernahm er auch die Aufgabe, seinen bisherigen sportlichen Werdegang selbst zu skizzieren. Mit viel Sorgfalt und Ernsthaftigkeit berichtete er über seine Entwicklung – von den Anfängen im Crimmitschauer Nachwuchs bis hin zur Nominierung für Auswahlteams und dem bevorstehenden Wechsel in den Nachwuchs der Eisbären Berlin.
Mehrere Berufungen in sächsische Auswahlen und DEB-Lehrgänge
„Ich wollte schon immer, dass Eishockey mein Beruf wird“, schreibt Rafael. „Ich habe mit fünf Jahren angefangen, in Crimmitschau zu spielen – und seitdem ist Eishockey ein fester Teil meines Lebens“. Seine Vorbilder sind Sidney Crosby von den Pittsburgh Penguins und Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers – Spieler, die durch Spielintelligenz, Technik und Führungsqualität glänzen.
Er selbst durchlief in Crimmitschau alle Nachwuchsstufen, wurde mehrfach in die sächsische Auswahl berufen und nahm an bedeutenden Turnieren in Deutschland, Schweden, Österreich und Tschechien teil. Auch der Deutsche Eishockey-Bund wurde auf ihn aufmerksam: Rafael wurde für mehrere DEB-Lehrgänge nominiert und sammelte dort wertvolle Erfahrungen auf nationalem Topniveau. Bis zuletzt gehörte er zudem zu den Leistungsträgern der Crimmitschauer U17. Gefördert und begleitet wurde er auf seinem bisherigen Weg dabei nicht nur von seinen Eltern, sondern auch von engagierten Trainern wie Matthias Kunz, Thomas Helbig, David Seidl, die Crimmitschauer Legende Torsten Heine oder zuletzt auch Simon Steiner. Besonders die letzten Wochen der Saison, in denen nur noch Trainingseinheiten im Sahnpark anstanden, habe er „die Zeit dann einfach nur noch genossen.“
Ein großer Schritt: Der Wechsel zu den Eisbären Berlin
Wahrscheinlich auch mit dem Wissen, nach dem Sommer eine neue Herausforderung zu suchen. Zur neuen Saison wagt Rafael mit gerade einmal 15 Jahren den großen Schritt an einen DEL-Standort: Er wechselt in den Nachwuchs der Eisbären Berlin – und wird dort erstmals auch auf dem Internat leben. „Ich kenne dort schon ein paar Spieler, das macht den Anfang leichter. Trotzdem wird es eine Umstellung – aber ich bin bereit dafür“, sagt er zu seinem bevorstehenden Neustart.
Für Rafael ist es ein bedeutender Karriereschritt – und für die Eispiraten ein Moment des Stolzes. Als Crimmitschauer Eigengewächs nun den Sprung in die Nachwuchsschmiede eines DEL-Standortes zu wechseln, macht ihn bereits in jungen Jahren zu einem Vorbild für all die Crimmitschauer Kids, die ebenso den Traum haben, ihren Lieblingssport zum Beruf zu machen. Und wer weiß, vielleicht sehen wir Rafael eines Tages wieder auf dem Eis im Sahnpark – möglicherweise sogar im Eispiraten-Trikot.
Mit Vinny Saponari wurde ein weiterer wichtiger und erfahrener Spieler gehalten. Der Kader der Eispiraten nimmt Form an, doch wieviele neue können überhaupt noch kommen? Was passiert mit Walsh, Scalzo, Smith, Marenis und Thomas? Gibt es überhaupt noch so viele freie Ü-Stellen? Über all diese Fragen philosophierten Norman und Steve im aktuellen Podcast. Und als kleines Zuckerl gibt Kevin Reich sein ersten kurzes Interview als Eispirat. Also hört rein, es lohnt sich!
„Ich hoffe, dass ich ein guter Teamkollege bin und dafür sorgen kann, dass wir alle Spaß haben und selbstbewusst sind!“
Wenn man Corey Mackin über das Eis flitzen sieht, spürt man sofort seine Leidenschaft für den Eishockeysport. Der 30-jährige US-Amerikaner aus Philadelphia kam in der vergangenen Saison aus Innsbruck zu den Eispiraten Crimmitschau – und wurde prompt zu einem der wichtigsten Leistungsträger im Team. Mackin hat seinen Vertrag verlängert und sich klar zum Standort bekannt. Grund genug, den Menschen hinter der Rückennummer 81 etwas näher kennenzulernen.
Seine Liebe zum Eishockey begann schon früh – durch familiären Einfluss. „Ich bin durch meine Onkel Bri, Buck und Tim, die Brüder meiner Mutter, zum Eishockey gekommen“, erzählt Mackin. „Sie haben meinen Bruder Fran, meine Cousins Brian, Ryan und mich dazu gebracht, schon in jungen Jahren auf Rollschuhen zu stehen und mit Schlittschuhen auf dem Eis zu spielen, und ich habe mich sofort in diesen Sport verliebt.“
Was als Kindheitshobby begann, wurde schnell zur Berufung: „Als ich angefangen habe Eishockey zu spielen, habe ich es sofort lieben gelernt und ich wusste, dass ich so hart arbeiten muss, wie ich kann, um später davon auch leben zu können.“ Diese Entschlossenheit spürt man auch heute noch – sowohl auf dem Eis als auch in seiner Einstellung zum Team. Mackin ist kein Spieler, der sich in den Vordergrund drängt – vielmehr einer, der durch Einsatz, Spielwitz und Teamgeist überzeugt. Er will Vorbild sein. „Ich möchte ein Torschütze und ein Spielmacher für die Mannschaft sein. Ich hoffe, dass ich ein guter Teamkollege bin und dafür sorgen kann, dass wir alle Spaß haben und selbstbewusst sind.“
“Wir waren überwältigt von der Spannungund dem Spaß, den die Fans hatten!”
Die Eispiraten und Crimmitschau haben es ihm und seiner Familie schnell angetan. „Meine Frau und ich haben die kurze Zeit sehr genossen, als wir letztes Jahr zu den Eispiraten gestoßen sind“, sagt er. Selbst in einer stressigen Zeit, gerade in den Playdowns. „Wir wussten, wie wir die Situation händeln und als Mannschaft damit umgehen. Wir haben einen Weg gefunden, trotz der harten Arbeit im Hintergrund, Selbstvertrauen und Spaß zu haben”. Auch die Unterstützung von den Rängen hat Mackin tief beeindruckt: „Die Atmosphäre war für mich und meine Frau ein echter Schock – im positiven Sinne. Wir waren überwältigt von der Spannung und dem Spaß, den die Fans während der Spiele hatten.“
Der Angreifer verfolgt ehrgeizige Ziele. Persönlich wie im Team. „Ich erwarte, dass wir als Team die Playoffs erreichen. Ich erwarte auch, dass jeder im Club diese Erwartung hat und das Ziel fokussiert verfolgt.“ Mackin möchte Zuversicht ausstrahlen, Verantwortung übernehmen und ein Spieler sein, der das Team mitreißen kann – auf und neben dem Eis.
Diese Bodenständigkeit und Reife verdankt er auch seiner Familie. Seine Mutter ist sicher der größte Fan von ihm – und das nicht nur still, sondern auch präsent auf den Social-Media-Kanälen der Eispiraten: „Ich sage meiner Mutter immer, dass sie sich entspannen kann und nicht jeden Beitrag kommentieren muss. Aber ich weiß, dass sie es aus Liebe tut und das erfüllt mich mit großem Stolz.“
“Mein Sohn Hanes ist der beste Segen, den ich mir je hätte wünschen können!”
Auch seine Frau Jacie und sein kleiner Sohn Hanes geben ihm Kraft. „Meine Frau ist die Beste. Sie unterstützt mich immer und hält mir bei jeder Entscheidung, die wir als Familie treffen, den Rücken frei“, sagt Mackin. „Mein Sohn Hanes ist der beste Segen, den ich mir je hätte wünschen können. Ihm ist es egal, ob ich einen Hattrick schieße oder bei drei Gegentoren auf dem Eis stehe – er ist glücklich, wenn sein Vater zu Hause ist.“ Das merkt man vor allem auch in den Sommermonaten, also während der Offseason. Denn dann ist für Corey Mackin hauptsächlich Familienzeit angesagt. „Wir versuchen, die Familien von Jacie und mir oft zu sehen, wenn wir nach Hause kommen, und wenn es dann etwas später wird, konzentriere ich mich voll und ganz auf mein Training.“
Und was wäre aus ihm geworden, wenn es mit dem Eishockey nicht geklappt hätte? Da lacht Mackin: „Ich scherze immer mit meiner Frau darüber und sage ihr, dass wir an einem Strand leben würden, damit ich surfen gehen und die ganze Zeit am Strand und in der Sonne abhängen könnte.“
Corey Mackin ist mehr als ein starker Stürmer – er ist ein Familienmensch, ein Teamplayer, ein Vorbild. In Crimmitschau hat er seinen Platz gefunden – und die Eispiraten-Fans können sich auf eine weitere Saison mit einem Spieler freuen, der nicht nur Tore, sondern auch viel Herzblut und Leidenschaft als Persönlichkeit mitbringt.
Deutsch-Amerikaner geht in seine dritte Spielzeit mit den Westsachsen
Die Eispiraten Crimmitschau können eine wichtige Personalentscheidung vermelden: Der deutsch-amerikanische Offensivmann Vinny Saponari hat seinen Vertrag bei den Westsachsen um eine weitere Saison verlängert und geht damit in seine dritte Spielzeit im Sahnpark.
„Ich bin sehr froh, im August nach Crimmitschau zurückzukehren. Ich habe genau verfolgt, wie die Community in den letzten Wochen hinter den Eispiraten stand und wie es aktuell im Sahnpark vorangeht – das ist unglaublich und macht es zu etwas ganz Besonderem, in Crimmitschau zu spielen“, meint Eispiraten-Angreifer Vinny Saponari. „Das letzte Jahr war für uns alle, egal ob für das Team, die Fans und jeden, der irgendwie involviert war, sehr enttäuschend. Ich bin glücklich darüber, nun für eine weitere Saison in Crimmitschau zu spielen, die Dinge gerade zu richten und wieder erfolgreicher zu sein.“
„Vinny soll wieder eine Schlüsselrolle in unserem Team einnehmen und voranschreiten, um wieder erfolgreiches Eishockey zu spielen“, ergänzt Eispiraten-Teammanager Ronny Bauer.
Der 35-jährige Stürmer kam 2023 von den Augsburger Panthern aus der PENNY DEL nach Crimmitschau und entwickelte sich seitdem zu einer festen Größe im Team. In bislang 116 Pflichtspielen für die Eispiraten erzielte der Rechtsschütze 25 Tore und bereitete 57 weitere Treffer vor. Nicht nur im Überzahlspiel ist Saponari mit seiner Übersicht, seinem Spielverständnis und seinem starken Stickhandling ein entscheidender Faktor – mit seinen Spielmacher-Fähigkeiten gehört er zu einem wichtigen Baustein für die kommende Spielzeit.
Saponari wurde 2008 von den Atlanta Thrashers in der NHL gedraftet und sammelte nach einigen Spielzeiten in der AHL und ECHL reichlich internationale Erfahrung. Vor seinem Wechsel nach Crimmitschau spielte er unter anderem fünf Jahre lang im deutschen Eishockey-Oberhaus und war auch in Norwegen und Tschechien aktiv.
Der derzeitige Eispiraten-Kader für die Saison 2025/26 Tor: Kevin Reich, Christian Schneider Abwehr: Mirko Sacher, Gregory Kreutzer, Ole Olleff, Alexander Schmidt, Alex Vladelchtchikov Angriff: Corey Mackin (AL), Tim Lutz, Dylan Wruck, Vinny Saponari, Ladislav Zikmund (AL), Denis Shevyrin, Till Michel, Johannes Schmid, Nikolas Biggins