Später Ausgleich durch McGauley – Wruck erzielt den Gamewinner
Die Eispiraten Crimmitschau haben ihr heutiges Heimspiel gegen den ESV Kaufbeuren mit 2:1 in der Overtime gewonnen und somit den Zusatzpunkt im Sahnpark behalten. Vor 3.830 Zuschauern trafen die Westsachsen, trotz bester Möglichkeiten, erst in der 60. Minute zum 1:1-Ausgleich. Dylan Wruck erzielte schließlich das 2:1 in der Verlängerung.
Fünf Rückkehrer im Spieltagskader
Mit deutlich entspannterer Personalsituation gingen die Eispiraten Crimmitschau in das Weihnachtsspiel im Sahnpark. Alexander Schmidt, Felix Thomas, Maxim Trépanier, Louis Brune sowie Torhüter Kevin Reich meldeten sich nach überstandener Grippe rechtzeitig zurück und standen – im Gegensatz zum Freitag – wieder im Spieltagskader. Cheftrainer Jussi Tuores gewann dadurch spürbar mehr Optionen, was sich vor allem in der Spielanlage seiner Mannschaft bemerkbar machte.
Eispiraten mit druckvollem Start – Nikitins stellt Spielverlauf auf den Kopf
Vor einer überragenden Kulisse erwischten die Eispiraten einen furiosen Start und setzten die Gäste aus Kaufbeuren von Beginn an massiv unter Druck. Die Westsachsen erspielten sich zahlreiche hochkarätige Torchancen und schnürten den ESVK phasenweise in dessen Drittel ein. Gästetorhüter Rihards Babulis stand dabei immer wieder im Mittelpunkt und konnte mehrere Abschlüsse nur nach vorne abwehren. Doch trotz bester Möglichkeiten durch McCormick, Sacher oder Brune wollte der Puck nicht über die Linie.
Wie es im Eishockey oft der Fall ist, bestraften die Gäste diese Chancenverwertung eiskalt. Mit ihrer ersten echten Offensivaktion ging Kaufbeuren in Führung. Pavel Nikitins, der an diesem Wochenende sein DEL2-Debüt feierte und viele Jahre im Crimmitschauer Nachwuchs ausgebildet wurde, nutzte einen Puckverlust von Ole Olleff und überwand Kevin Reich zum 0:1 (8.).
Eispiraten weiter tonangebend – aber ohne Ertrag
Auch im zweiten Drittel änderte sich am Spielverlauf wenig. Die Eispiraten blieben die spielbestimmende Mannschaft, ließen Tempo und Einsatz nicht nach und drängten weiterhin auf den Ausgleich. Doch das Scheibenglück blieb ihnen treu. Trépanier traf nur den Pfosten, Mackin fehlte bei mehreren Abschlüssen das letzte Quäntchen Glück und McGauley scheiterte an Babulis, der mit einer starken Reaktion in der kurzen Ecke zur Stelle war.
Auf der Gegenseite wurde Kevin Reich nur selten geprüft, zeigte sich bei den wenigen Gelegenheiten jedoch gewohnt sicher und hielt seine Mannschaft im Spiel. Trotz klarer Vorteile und zahlreicher Chancen gingen die Eispiraten auch nach 40 Minuten mit einem knappen Rückstand in die zweite Pause.
Eispiraten gleichen spät aus – Wruck besorgt das Siegtor in Overtime
Der Spielverlauf änderte sich auch im Schlussabschnitt nicht. Das brachte vor allem Frust mit sich, war man nicht nur die Mannschaft, die das Spiel größtenteils voll unter Kontrolle hatte, sondern auch die deutlich besseren Chancen generieren konnte. Rihards Babulis parierte dabei imemr wieder stark und brachte Team und Fans so fast zur Verzweiflung. So nahm er im Slot zahlreiche Schüsse weg und parierte auch gegen Maxim Trépanier, der eigentlich schon das freie Tor vor sich hatte, bärenstark.
Es brach schließlich die Schlussminute an, als der Puck dann doch endlich im Tor landete. Babulis konnte einen Schussversuch nur prallen lassen – Tim McGauley, mit dem Rücken zum Tor, stichelte die Hartgummischeibe schließlich zur Freude der mehr als 3.800 Fans zum 1:1 über die Linie (60.). Die Joker aus dem Allgäu schienen nun moralisch gebrochen, außerdem starteten die Westsachsen mit einer numerischen Unterzahl in die Verlängerung: In dieser dauerte es nur 47 Sekunden, ehe sich Dylan Wruck ein herz fasste und zum mehr als verdienten 2:1 einschoss (61.).
Foto: Alexander Grimm
Torfolge (0:1, 0:0, 1:0, 1:0):
0:1 Pavel Nikitins (Tyson McLellan, Alec Zawatsky) 07:44
1:1 Tim McGauley (Sebastian Streu, Corey Mackin) 59:00 – EA
2:1 Dylan Wruck (Corey Mackin, Adam McCormick) 60:47 – OT – PP1
Zuschauer: 3.830

















