Westsachsen trotz 4:2-Führung ohne Ertrag gegen direkten Konkurrenten
Die Eispiraten Crimmitschau haben ihr Heimspiel am Freitagabend gegen die Bietigheim Steelers vor 2.220 Zuschauern im Sahnpark mit 4:6 verloren. Trotz einer zwischenzeitlichen 4:2-Führung blieben die Westsachsen letztlich ohne Ertrag. Die Tore für die Pleißestädter erzielten Sebastian Streu (2), Corey Mackin und Felix Thomas.
Furioses Startdrittel im Sahnpark – Doppelpack durch Sebastian Streu
Cheftrainer Jussi Tuores konnte auf dasselbe Personal wie in der Vorwoche gegen Regensburg zurückgreifen und sah einen furiosen Start seiner Mannschaft. Gerade einmal 76 Sekunden waren gespielt, als Corey Mackin Olaf Schmidt im Tor der Steelers keine Abwehrchance ließ und den Puck zum 1:0 in den Winkel schoss (2.). Der Torreigen in einem insgesamt kuriosen ersten Drittel war damit eröffnet.
Zunächst waren es jedoch die Gäste, die nach einer Unachtsamkeit hinter dem Crimmitschauer Tor clever agierten. Mike Fischer nutzte diese Gelegenheit und stellte nach fünf Minuten auf 1:1. In der Folge verloren die Eispiraten etwas den Faden, fanden aber in Überzahl zurück ins Spiel. Nach 14 Minuten traf Sebastian Streu aus dem Slot zum 2:1 und feierte damit seinen Premierentreffer im Trikot der Eispiraten.
Der Jubel über die erneute Führung war kaum verklungen, da klingelte es erneut im Kasten der Bietigheimer. Felix Thomas fälschte einen Schuss von Denis Shevyrin unhaltbar für Schmidt ab und erhöhte nur 32 Sekunden später auf 3:1. Doch das Spiel blieb weiterhin völlig offen. Ein weiterer defensiver Abstimmungsfehler der Gastgeber wurde von Tyler McNeely bestraft, der auf 3:2 verkürzte (16.). Die Crimmitschauer stellten jedoch den Zwei-Tore-Vorsprung schnell wieder her. Erneut war es Sebastian Streu, der in numerischer Überzahl zur Stelle war und einen Rebound nach einem Schuss von Corey Mackin zum 4:2 verwertete (20.).
Anschluss durch Bietigheim – offener Schlagabtausch in wilder Partie
Auch im zweiten Drittel ging es turbulent weiter. Zunächst verpasste Mackin bei einem Breakaway den möglichen Treffer zum 5:2, ehe die Steelers erneut zuschlugen. Brett Kemp erzielte nach 24 Minuten den 4:3-Anschlusstreffer. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Die Partie wurde zudem zunehmend ruppiger – zahlreiche Checks, Nicklichkeiten und Rudelbildungen prägten das Geschehen. Weitere Tore fielen im Mittelabschnitt jedoch nicht.
Offenes Visier nach Wiederbeginn – nachlässige Westsachsen eiskalt bestraft
Im Schlussdrittel begegneten sich beide Teams weiterhin mit offenem Visier. Die Eispiraten präsentierten sich defensiv jedoch immer wieder zu nachlässig und nicht ausreichend strukturiert. Dies nutzten die Baden-Württemberger konsequent aus. Brett Kemp, bereits im zweiten Drittel erfolgreich, brachte die Steelers mit einem Doppelschlag in der 48. und 49. Minute erstmals in Führung – 4:5.
Die Crimmitschauer wirkten nun verunsichert, während die Gäste den Schwung mitnahmen. In Überzahl war es schließlich Marek Racuk, der nach 53 Minuten zum 4:6 traf und der Partie damit die Entscheidung gab. Zwar warfen die Eispiraten in den Schlussminuten noch einmal alles nach vorn und nahmen Torhüter Christian Schneider zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis, doch die Schützlinge von Jussi Tuores agierten nicht zwingend genug, um das Spiel noch einmal spannend zu gestalten.
Foto: Tommy Valdivia Castro
Torfolge (4:2, 0:1, 0:3):
1:0 Corey Mackin (Dylan Wruck, Dominic Walsh) 01:16
1:1 Mike Fischer (Marek Racuk) 04:39
2:1 Sebastian Streu (Corey Mackin, Dominic Walsh) 13:13 – PP1
3:1 Felix Thomas (Denis Shevyrin) 13:45
3:2 Tyler McNeely (Maximilian Söll) 15:02
4:2 Sebastian Streu (Corey Mackin) 19:14 – PP1
4:3 Brett Kemp 23:28
4:4 Brett Kemp (Jack Dugan) 47:27
4:5 Brett Kemp (Marek Racuk) 48:57
4:6 Marek Racuk (Jack Dugan) 52:15 – PP1
Zuschauer: 2.220

















