Westsachsen geben 2:1-Führung innerhalb von drei Minuten aus der Hand
Die Eispiraten Crimmitschau haben ihr heutiges Gastspiel beim EC Bad Nauheim mit 2:4 verloren. Einen frühen Rückstand wandelten sie zunächst in eine 2:1-Führung um, ehe drei Gegentreffer innerhalb von nur drei Minuten im Schlussdrittel die vierte Niederlage in Folge besiegelten. Die Tore für die Eispiraten erzielten Tim McGauley und Adam McCormick.
Mit unverändertem Personal und weiterhin angespannter Personalsituation aufgrund zahlreicher verletzter Leistungsträger reisten die Eispiraten nach Hessen. Dennoch wollte man an den eigentlich starken Auftritt gegen Rosenheim am Freitagabend anknüpfen – und genau das gelang in den Anfangsminuten im Colonel-Knight-Stadion.
Crimmitschau übernahm sofort die Kontrolle über das Spiel, verbuchte viel Zeit im Drittel der Gastgeber und erspielte sich mehrfach gute Torchancen. Während die Defensive kaum gefährliche Situationen zuließ und Kevin Reich erste, eher harmlose Abschlüsse der Bad Nauheimer sicher parierte, sorgten offensiv vor allem Dylan Wruck mit einem strammen Schuss sowie der auffällige Maxim Trépanier für Gefahr. Trépanier wurde bei seiner zweiten Großchance zunächst ungeahndet behindert und scheiterte anschließend am gut aufgelegten Jerry Kuhn.
Bad Nauheim präsentierte sich vor heimischem Publikum jedoch effizient und nutzte das einzige Powerplay des ersten Drittels eiskalt aus. Im anhaltenden Druck der Hessen traf Sebastian Bengtsson Kevin Reich mit einem Schuss ins lange Eck zur 1:0-Führung (16.). Kurz darauf verhinderte Kuhn mit einer Glanzparade den möglichen Ausgleich und damit zugleich Dylan Wrucks 14. Saisontreffer.
Die Eispiraten ließen sich vom Rückstand nicht beeindrucken und setzten gleich zu Beginn des zweiten Drittels ein Zeichen. Nach nur 101 Sekunden trudelte der Puck zum 1:1-Ausgleich über die Linie. Eingeleitet von Ladislav Zikmund war es Tim McGauley, der die Scheibe letztlich über die Linie bugsierte.
Crimmitschau nahm den Schwung mit und blieb das aktivere Team. Justin McPherson vom EC Bad Nauheim erhielt nach einem regelwidrigen Check gegen Robin Veber eine Spieldauerstrafe, sodass die Eispiraten fünf Minuten in Überzahl agieren konnten. Zwingende Chancen blieben jedoch aus, auch weil nach einem Schubser von Kevin Reich ebenfalls eine Strafe gegen die Gäste ausgesprochen wurde.
Doch selbst ohne ausgenutztes Überzahlspiel klingelte es erneut im Tor der Hessen: Adam McCormick zog mit viel Tempo ins Drittel, ließ die Abwehr stehen und vollendete mit einem trockenen Handgelenkschuss in den Winkel zur nicht unverdienten 2:1-Führung (29.).
In der Folge wurden die Bad Nauheimer aktiver und erspielten sich ihre ersten längeren Drangphasen. Die Eispiraten hatten defensiv zunehmend zu kämpfen, konnten sich aber auf eine vielbeinige Abwehr und einen stark haltenden Kevin Reich verlassen, der mehrfach den Ausgleich verhinderte. Kurz vor der Pausensirene scheiterte Brune dann noch am Außennetz.
Auch zu Beginn des Schlussabschnitts waren die Gastgeber das zwingendere Team. Bad Nauheim entwickelte deutlich mehr Zug zum Tor, während die Eispiraten zunehmend entkräftet wirkten und kaum noch Entlastung fanden. Chance um Chance konnte zunächst noch abgewehrt werden, bis Garrett Pruden nach 50 Minuten am langen Pfosten lauerte und den Puck zum verdienten 2:2 über die Linie drückte.
Nun war der Knoten bei den Hausherren geplatzt. Nur zwei Minuten später traf erneut Sebastian Bengtsson im Powerplay zu seinem zweiten Treffer des Abends und brachte die Eispiraten wieder in Rückstand (52.). Das Momentum lag nun klar auf Seiten der Hessen, die nur eine weitere Minute später nachlegten: Justin Volek stellte in der 53. Minute auf 4:2 und entschied damit die Partie bereits sieben Minuten vor dem Ende. In den Schlussminuten gelang es den Eispiraten nicht mehr, genügend Druck zu entwickeln, um noch einmal für Spannung zu sorgen.
Foto: Chuc Fotografie
Torfolge (1:0, 0:2, 3:0):
1:0 Sebastian Bengtsson (Parker Bowles, Davis Koch) 15:37 – PP1
1:1 Tim McGauley (Ladislav Zikmund, Louis Brune) 21:41
1:2 Adam McCormick (Ladislav Zikmund) 28:11
2:2 Garret Pruden (Davis Koch) 49:34
3:2 Sebastian Bengtsson (Garret Pruden) 51:41 – PP1
4:2 Justin Volek (Zach Kaiser, Simon Gnyp) 52:32
Zuschauer: 2.013

















