Stellungnahme der Eispiraten Crimmitschau zum gestrigen Heimderby

Okt. 5, 2026 | Allgemein, Hauptnews

Das gestrige Heimderby gegen die Lausitzer Füchse sollte ein besonderes Eishockeyfest werden. Stattdessen wurde die Partie durch die Choreografie aus der Heinekurve erheblich verzögert. Teile der Choreografie landeten auf der Eisfläche und im Fangnetz. Die notwendigen Aufräumarbeiten führten dazu, dass das Spiel erst mit einer Verzögerung von einer Stunde beginnen konnte.

Wir möchten an dieser Stelle klar festhalten: Choreografien und die aktive Fankultur sind ein wichtiger Bestandteil unserer Heimspiele. Sie machen den Sahnpark, die Atmosphäre bei den Eispiraten und unseren gesamten Standort aus. Die Kreativität, Leidenschaft und Unterstützung unserer Fans sorgen regelmäßig für beeindruckende Bilder und tragen maßgeblich dazu bei, dass Eishockey in Crimmitschau etwas Besonderes ist. Das wissen und schätzen wir ausdrücklich.

Gleichzeitig gilt jedoch eine klare Grenze: Die Durchführung eines Spiels darf durch eine Choreografie niemals gefährdet oder erheblich beeinträchtigt werden. Weder der Sport noch unsere Mannschaft, die Gastmannschaft oder der gesamte Spielbetrieb dürfen darunter leiden.

Die Folgen des gestrigen Vorfalls sind bereits jetzt deutlich spürbar. Neben erheblichen organisatorischen Belastungen sind allein die zusätzlichen Kosten für Security und Ordnungsdienst gestiegen. Darüber hinaus wurde durch die lange Verzögerung die Vorbereitung beider Mannschaften auf das Spiel massiv gestört. Die Spieler auf beiden Seiten waren verständlicherweise sehr verärgert. Für unsere Mannschaft wie auch für die Gäste aus Weißwasser war es nach der langen Unterbrechung schwierig, den Fokus auf das sportliche Geschehen und den eigentlichen Derbyabend zu richten.

Hinzu kommt ein weiterer, nicht unerheblicher Schaden für den Standort – sowohl im Hinblick auf die Außendarstellung als auch mit Blick auf die zu erwartenden Konsequenzen durch die Liga.

Wie bereits bekannt, wurde seitens der DEL2 ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Mit einer entsprechenden Bestrafung ist zu rechnen. Das konkrete Strafmaß steht derzeit noch nicht fest. Nach aktuellem Stand kann sich die daraus resultierende finanzielle Belastung jedoch auf einen fünfstelligen Betrag belaufen.

Wir stehen bereits im engen Austausch mit der aktiven Fanszene, die sich am heutigen Morgen ebenfalls öffentlich zu den Ereignissen geäußert hat. Unser Appell für die Zukunft ist eindeutig: Wir wollen Choreografien. Wir wollen eine lebendige Fankultur. Wir wollen die emotionale Unterstützung unserer Fans und die beeindruckende Atmosphäre im Sahnpark. All das gehört zu den Eispiraten Crimmitschau.

Doch bei aller Leidenschaft muss gewährleistet sein, dass Choreografien sicher durchgeführt werden können und niemals zulasten des Sports, der Mannschaften, des Spielbetriebs oder des Clubs gehen.

Wir sind überzeugt, dass sich eine starke Fankultur und ein professioneller Spielbetrieb nicht ausschließen – im Gegenteil. Sie gehören zusammen und können sich gegenseitig stärken. Dafür braucht es gegenseitige Rücksichtnahme, klare Absprachen und die gemeinsame Verantwortung aller Beteiligten.

Sobald uns weitere Informationen zum laufenden Verfahren und insbesondere zum Strafmaß der DEL2 vorliegen, werden wir darüber informieren. Wir möchten mit dem Thema transparent umgehen und unsere Fans über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Eispiraten Crimmitschau GmbH
05.10.2026

Foto: Alexander Grimm

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