Besonderes Derby und erstes Auswärtsspiel für die Eispiraten

Sep. 24, 2026 | Allgemein, Hauptnews

Dresden kommt zur Schietzold-Ehrung in den Sahnpark – erstes Gastspiel führt nach Weiden

Nach einem ausgeglichenen ersten DEL2-Wochenende mit Sieg und Niederlage wartet auf die Eispiraten Crimmitschau ein ganz besonderes Wochenende. Am Freitagabend (25.09.2026, 19.30 Uhr) steht im heimischen Sahnpark nicht nur das erste Sachsenderby der neuen Saison gegen die Dresdner Eislöwen auf dem Programm, sondern zugleich die feierliche Ehrung von André Schietzold. Am Sonntag (27.09.2026, 18.30 Uhr) geht es für die Westsachsen dann erstmals in dieser Spielzeit auf fremdes Eis zu den Blue Devils Weiden.

„Es war okay, dass wir das erste Wochenende fifty-fifty abgeschlossen haben mit einer Niederlage und einem Sieg“, erklärte Denis Shevyrin nach einer intensiven Trainingseinheit am Mittwoch. Genau dort, im Sahnpark, hatten die Eispiraten am vergangenen Sonntag gegen den EHC Freiburg den ersten Saisonsieg eingefahren. Mit drei Punkten aus zwei Spielen belegt die Mannschaft von Cheftrainer Jussi Tuores aktuell den siebten Tabellenplatz. Am eigenen Spielsystem wird derweil weiter gearbeitet und gefeilt.

Große Bühne für André Schietzold

Der Freitagabend steht dabei ganz im Zeichen des Sachsenderbys – und einer ganz besonderen Eispiraten-Persönlichkeit. Vor dem Spiel gegen die Dresdner Eislöwen wird André Schietzold für seine außergewöhnlichen Verdienste um den Crimmitschauer Eishockeysport geehrt. Sein Trikot mit der Nummer 13 wird künftig unter dem Hallendach des Sahnparks zu sehen sein. Damit reiht sich Schietzold in einen ganz besonderen Kreis ein. Bislang wurden lediglich die Nummern von Ralf Kösling (1), Stefan Steinbock (10) und Torsten Heine (43) auf diese Weise geehrt.

Emotional dürfte es also bereits vor dem ersten Bully werden. Dass anschließend auch auf dem Eis einiges geboten sein dürfte, dafür spricht allein die Ausgangslage. Die Dresdner Eislöwen sind nach einem Jahr in der PENNY DEL zurück in der DEL2 und warten nach zwei Spieltagen noch auf ihren ersten Punkt. Zum Auftakt unterlag Dresden den Kassel Huskies mit 3:7, anschließend folgte eine knappe 3:4-Niederlage gegen Memmingen.

Entsprechend groß dürfte die Motivation der Gäste sein. Zudem werden die Eislöwen voraussichtlich von mindestens 500 mitgereisten Fans unterstützt. Auch auf den Rängen im Sahnpark wird mit einer hohen Auslastung gerechnet. Bereits mehr als 2.300 Tickets waren am Donnerstagvormittag im Vorverkauf abgesetzt.

Tag-zu-Tag-Entscheidung bei Kapitän Dominic Walsh

Personell kann Jussi Tuores dabei grundsätzlich auf einen nahezu vollständigen Kader zurückgreifen. Lediglich Ole Olleff wird weiterhin fehlen. Bei ihm zeichnet sich ein längerfristiger Ausfall ab. Hinter dem Einsatz von Kapitän Dominic Walsh steht dagegen noch ein Fragezeichen. „Bei Dominic Walsh schauen wir von Tag zu Tag. Wir sind optimistisch, dass er an diesem Wochenende zurückkommen kann, können es aber nicht zu 100 Prozent sagen“, erklärte Tuores.

Eine schlechte Nachricht erreichte die Eispiraten derweil aus Bremerhaven. Lenny Boos, der ebenso wie Florian Reinwald zuletzt mit einer Förderlizenz für Crimmitschau ausgestattet worden war, verletzte sich am vergangenen Wochenende schwer und wird entsprechend länger ausfallen.

Punktloses Star-Ensemble zu Gast im Sahnpark

Dass die Dresdner trotz ihres Fehlstarts keineswegs unterschätzt werden dürfen, zeigt ein Blick auf den Kader. Nach dem Abstieg aus der PENNY DEL wurde im Sommer kräftig investiert. Mit Fabian Hegmann und Gregory Kreutzer stehen auch zwei ehemalige Eispiraten im Aufgebot der Eislöwen. Für besonders viel Aufmerksamkeit sorgen zudem die Spink-Brüder, die bereits in der PENNY DEL für reichlich Torgefahr sorgten und nun in Dresden auf Torejagd gehen sollen.

Auch die Verpflichtungen von Verteidiger Ryan MacKinnon und Scorer Adam Helewka sind klare Ausrufezeichen. Gleichzeitig konnte Dresden zahlreiche Leistungsträger halten. Tomas Sykora, Tomas Andres und Dane Fox stehen weiterhin im Kader. Die Eislöwen gehören damit trotz des Fehlstarts zu den Mannschaften, die im Kampf um die Meisterschaft ein gewichtiges Wort mitreden wollen.

Denis Shevyrin erwartet entsprechend ein intensives Duell: „Ein hartes und intensives Spiel, das auf jeden Fall viel Spaß machen wird. Genau das zeichnet Eishockey für mich aus. Auf jeden Fall freuen wir uns, dass Dresden wieder da ist. Das Derby haben wir im letzten Jahr sehr vermisst.“

Erstes Auswärtsspiel führt nach Weiden

Nach drei Heimspielen zum Saisonstart wartet am Sonntag schließlich die erste Auswärtsfahrt auf die Eispiraten. Um 18.30 Uhr gastiert Crimmitschau bei den Blue Devils Weiden in der Hans-Schröpf-Arena.

Hinter den Oberpfälzern liegt ein bewegter Sommer. Nach der Übernahme durch die The Birch Group, ein privat geführtes Investmentunternehmen aus den USA, wurde innerhalb des Clubs einiges umstrukturiert. Die vergangenen Monate waren von Unruhe geprägt, sodass viele Experten die Weidener vor Saisonbeginn nicht unbedingt zu den Favoriten zählten. Der Saisonstart zeigt allerdings bereits, dass mit den Blue Devils zu rechnen ist. Beide bisherigen Partien gingen erst in der Overtime verloren, sodass zwei Punkte auf dem Konto stehen.

Besonders in Erscheinung trat dabei Brayden Tracey. Der ehemalige NHL-Erstrundenpick erzielte am Freitag gleich einen Hattrick und traf auch am Sonntag. Insgesamt haben die Weidener zahlreiche neue Gesichter im Kader. Darunter befinden sich mit Filip Reisnecker, Tyler Gron und Mario Scalzo auch Spieler mit Eispiraten-Vergangenheit. Reisnecker fehlt derzeit allerdings verletzungsbedingt.

Für Schlagzeilen sorgte zuletzt auch Torhüter Michael McNiven, der mehrere Monate ausfallen wird. Zudem fehlte Trainer Dave Matsos zunächst unkommentiert bei mehreren Testspielen. Inzwischen wurde bekanntgegeben, dass der Coach aus gesundheitlichen Gründen pausieren muss. Aktuell führt Mikhal Nemirovsky die Geschicke hinter der Weidener Bande.

Fokus und kühler Kopf gefragt

Wie bereits in den vergangenen Jahren dürfte insbesondere der Zusammenhalt eine große Stärke der Blue Devils sein. In der heimischen Hans-Schröpf-Arena kann Weiden zudem eine besondere Energie entwickeln und für Überraschungen sorgen.

Für die Eispiraten wird es deshalb darauf ankommen, von Beginn an konzentriert aufzutreten, das eigene Spielsystem konsequent umzusetzen und auch in hitzigen Phasen einen kühlen Kopf zu bewahren. Nach dem besonderen Derbyabend im Sahnpark wartet am Sonntag die erste Gelegenheit, auch auswärts die ersten Punkte der neuen Saison einzufahren.

Tickets, Livestream und Liveticker

Zum Sachsenderby am Freitag wird mit einer hohen Auslastung des Kunsteisstadions gerechnet. Um lange Wartezeiten an den Abendkassen zu vermeiden, empfehlen die Eispiraten ihren Fans, die Tickets bereits im Vorfeld zu sichern – online, an den bekannten Vorverkaufsstellen oder in der Geschäftsstelle zu den regulären Öffnungszeiten.

Wer nicht live im Sahnpark dabei sein kann oder die Mannschaft am Sonntag nicht nach Weiden begleitet, muss ebenfalls nicht auf Eispiraten-Eishockey verzichten. Beide Partien werden über den kostenpflichtigen Streamingdienst SPORTEUROPE.TV übertragen. Zusätzlich informiert der kostenlose Liveticker von etconline.de über das Geschehen auf dem Eis.

Foto: Alexander Grimm

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