Der Eispiraten-Stürmer im Exklusiv-Interview
Nach seiner schweren Oberkörperverletzung im Spiel gegen die Kassel Huskies am 16. November 2025 arbeitet Vinny Saponari, der von Teamarzt Dr. Baum im SRH Wald-Klinikum Gera erfolgreich operiert wurde, derzeit intensiv an seinem Comeback. Der Stürmer spricht im Interview über die Verletzung, die Operation, den Reha-Alltag und seine Motivation, in dieser Saison wieder für die Eispiraten Crimmitschau auf dem Eis zu stehen.
Vinny, du hast dir eine Oberkörperverletzung zugezogen, die schließlich operiert werden musste. Kannst du uns schildern, wie es zu der Verletzung kam und was genau diagnostiziert wurde?
Die Verletzung ist im Spiel gegen Kassel im Sahnpark passiert. Ich habe einen Kontakt abbekommen und bin rückwärts in die Bande gefallen. Leider bin ich dabei sehr ungünstig gegen die Bande geprallt. Nach den Untersuchungen war ziemlich schnell klar, dass eine Operation die einzige Möglichkeit ist, um wieder zu 100 Prozent einsatzfähig zu sein. Der Eingriff ist sehr gut verlaufen und alles konnte erfolgreich repariert werden.
Die OP wurde von unserem Mannschaftsarzt Dr. Hendrik Baum durchgeführt. Was hat für dich den Ausschlag gegeben, diesen Schritt mit ihm zu gehen, und wie zufrieden bist du bisher mit dem Ablauf und der Betreuung?
Dr. Baum war von Anfang an eine große Hilfe für mich. Er hatte direkt einen klaren Plan, wie die Verletzung behandelt werden kann. Zum Glück ist alles sehr gut verlaufen, und ich konnte bereits einen Tag nach der OP wieder nach Hause. Auch im weiteren Heilungsprozess schaut Dr. Baum regelmäßig nach meinem Befinden – und bisher läuft alles sehr positiv.

Wie geht es dir aktuell körperlich und mental nach der Operation?
Körperlich geht es mir von Tag zu Tag besser. Ich merke, dass Kraft und Beweglichkeit langsam zurückkommen. Mental war es dagegen nicht immer einfach. Es ist hart, die Jungs spielen zu sehen – gerade mit einem kleinen Kader – und selbst nichts tun zu können, um zu helfen. In so einer intensiven Phase mit vielen Spielen möchte man einfach zurück aufs Eis, aber man muss geduldig bleiben.
Wie sieht dein Alltag momentan aus? Woran arbeitest du aktuell und welche Inhalte stehen in der Reha im Fokus?
Ich habe fast täglich Termine bei der Physiotherapie – dort arbeiten wir immer wieder an neuen Übungen. Danach bekomme ich Programme, die ich mehrmals täglich auch zu Hause machen kann. Zusätzlich versuche ich, gerade jetzt im weiteren Verlauf der Reha, so gut wie möglich zu trainieren, um meine Fitness zu halten.
Wo absolvierst du deine Reha und wer begleitet dich in dieser Phase besonders eng?
Die Reha ist definitiv eine Herausforderung, vor allem weil sich alles sehr langsam anfühlt. Unsere Physios helfen mir sehr dabei, realistisch zu bleiben und mir zu versichern, dass der Zeitplan ganz normal ist. Sie machen einen großartigen Job – bei jeder Einheit bekomme ich ein Stück mehr Beweglichkeit zurück. Auch die zusätzlichen Übungen für zu Hause helfen mir enorm. Außerdem war meine Freundin eine riesige Unterstützung. Sie hat mich mental extrem aufgefangen und dafür gesorgt, dass ich in dieser Phase nicht den Kopf verliere.

Hast du dir bereits ein konkretes Ziel gesetzt, wann du wieder auf das Eis zurückkehren möchtest?
Es gibt keinen festen Zeitplan! Entscheidend ist, wann ich meine volle Kraft wieder habe und sicher zurückkehren kann. Ich setze mir da kein konkretes Datum – es hängt alles davon ab, wie stabil und belastbar die operierte Stelle wird. Ich arbeite jeden Tag dafür, so schnell wie möglich zurückzukommen. Im Moment ist das aber noch offen.
Möchtest du den Fans noch etwas mit auf den Weg geben, die dich in dieser Zeit unterstützen?
Die Fans in Crimmitschau sind einfach überragend – auch einer der Hauptgründe, warum ich all die Jahre hiergeblieben bin. Jedes Mal, wenn ich jemanden im Sahnpark treffe, bekomme ich Genesungswünsche und werde gefragt, wie es mir geht. Das bedeutet mir wirklich viel und motiviert mich zusätzlich. Auch deswegen hoffe ich sehr, bald wieder vor ihnen auf dem Eis stehen zu können.
Danke für diese Einblicke, Vinny. Wir wünschen dir weiterhin eine gute und rasche Genesung.
Fotos: Tommy Valdivia Castro (1, 3), Alexander Grimm (2)

















