Westsachsen müssen sich Lausitzer Füchsen geschlagen geben
Die Eispiraten Crimmitschau konnten ihr heutiges Auswärtsspiel gegen die Lausitzer Füchse nicht erfolgreich gestalten. Am 41. Spieltag der DEL2 unterlagen die Westsachsen ihrem Rivalen aus Ostsachsen mit 2:6. Denis Shevyrin erzielte beide Tore für die Eispiraten.
Trotz des weiterhin dezimierten Kaders fanden die Eispiraten ordentlich in die Partie. Das Startdrittel gestaltete sich optisch ausgeglichen, wobei Crimmitschau vor allem in den Anfangsminuten die etwas aktiveren Akzente setzte. Immer wieder erspielten sich die Crimmitschauer gute Druckphasen, blieben jedoch zunächst ohne Torerfolg. Die beste Möglichkeit hatte Adam McCormick, der nach starker Übersicht von Dylan Wruck jedoch nur den Pfosten traf.
In der zehnten Minute jubelte dann allerdings der Gästeblock: Denis Shevyrin zog von der blauen Linie ab und überraschte Füchse-Goalie Lennart Neiße, der dem Puck nur noch hinterherschauen konnte, als dieser im Winkel einschlug – die verdiente Führung für die Eispiraten. Doch die Freude währte nur kurz: Gerade einmal 29 Sekunden später nutzte Christoph Theodore einen Breakaway und überwand Kevin Reich zum schnellen 1:1-Ausgleich. In der Folge entwickelte sich ein weitestgehend offenes Spiel ohne große Höhepunkte – bis kurz vor der ersten Pause. John Broda setzte sich stark an der Bande durch, seine Hereingabe fand den Weg ins Tor der Westsachsen und brachte die Füchse mit 2:1 in Führung.
Zu Beginn des zweiten Drittels übernahmen die Hausherren zunehmend die Kontrolle. In dieser Druckphase fiel auch das 1:3: Alexander Dorsch zog aus spitzem Winkel ab, Kevin Reich rutschte die Scheibe unglücklich aus der Fanghand, sodass sie über die Torlinie glitt (23.). Der Treffer zeigte Wirkung – die Eispiraten wirkten in der Folge verunsichert und hatten defensiv alle Hände voll zu tun. Offensiv kamen nur noch vereinzelt Akzente zustande, unter anderem durch McGauley und Thomas, doch Füchse-Goalie Neiße entschärfte beide Chancen souverän.
Die Pausenansprache von Cheftrainer Jussi Tuores schien Wirkung zu zeigen. Nur 16 Sekunden nach Wiederbeginn lenkte Denis Shevyrin einen Distanzschuss von Greg Kreutzer unhaltbar zum 2:3-Anschlusstreffer ab (41.). Mit neuem Schwung drängten die Eispiraten nun auf den Ausgleich, ließen jedoch ein eigenes Powerplay ungenutzt. Stattdessen schlugen erneut die Füchse zu: Clarke Breitkreutz vollendete am langen Pfosten und stellte auf 2:4 (47.).
Spätestens nach dem Treffer zum 2:5 durch Charlie Jahnke im Powerplay nach 54 Minuten war die Partie entschieden. Die Crimmitschauer fanden keinen Weg mehr zurück ins Spiel. Den Schlusspunkt setzte schließlich Lande Scheidl, der eine weitere Überzahlsituation nutzte und den 2:6-Endstand markierte (56.).
Foto: Thomas Heide
Torfolge (2:1, 1:0, 3:1):
0:1 Denis Shevyrin (Gregory Kreutzer) 09:31 1:1 Christopher Theodore 10:00 2:1 John Broda (Charlie Jahnke, Lennart Nieleck) 19:34 3:1 Alexander Dosch (Christopher Theodore) 22:44 3:2 Denis Shevyrin (Gregory Kreutzer, Mario Scalzo) 40:16 4:2 Clarke Breitkreutz (Lane Scheidl) 46:08 5:2 Charlie Jahnke (Lennart Nieleck, Lane Scheidl) 53:19 – PP1 6:2 Lane Scheidl (Adam Brady, Charlie Jahnke) 55:04 – PP1
Personell dezimierte Westsachsen ohne Ertrag gegen Tabellenzweiten der DEL2
Die Eispiraten Crimmitschau haben ihr Heimspiel gegen den Tabellenzweiten der DEL2, die Kassel Huskies, trotz großem Kampf knapp mit 2:3 verloren. Vor 2.161 Zuschauern im Sahnpark zeigten die personell dezimierten Westsachsen eine engagierte und willensstarke Leistung, blieben am Ende jedoch ohne Punkte. Die Treffer für die Eispiraten erzielten Dylan Wruck und Tim McGauley.
Personelle Sorgen vor dem Spiel
Die personelle Situation stellte Cheftrainer Jussi Tuores erneut vor große Herausforderungen. Neben mehreren Langzeitverletzten fehlte weiterhin Robin Vöber. Zudem musste Dominic Walsh kurzfristig passen, nachdem er sich im Training verletzt hatte.
Starker Start der Eispiraten
Die Eispiraten erwischten einen optimalen Start und bestimmten in der Anfangsphase klar das Geschehen. Kassel hatte zunächst Probleme, ins Spiel zu finden, während Crimmitschau früh offensiv Akzente setzte. Tim McGauley und Dylan Wruck vergaben erste gute Chancen, scheiterten jedoch an Huskies-Goalie Philipp Maurer. Der erste Schuss der Gäste nach sieben Minuten stellte Kevin Reich im Tor der Eispiraten vor keine größeren Probleme.
Die erste Powerplay-Situation brachte schließlich die verdiente Führung: Dylan Wruck setzte sich energisch durch, bekam nach einem Doppelpass mit McGauley den Puck zurück und verwandelte nach einem ersten geblockten Versuch die freie Scheibe zum 1:0 (15.).
Auch danach blieben die Eispiraten am Drücker und erspielten sich in weiterer Überzahl mehrere gute Möglichkeiten. Louis Brune traf den Pfosten, Sebastian Streu wurde geblockt, McCormicks Schlagschuss pariert und Wruck verzog nur knapp. In diesen Druckphasen verpassten es die Gastgeber jedoch, den Vorsprung auszubauen.
Kassel übernimmt im zweiten Drittel das Spielgeschehen
Im zweiten Spielabschnitt wendete sich das Blatt. Die Huskies kamen deutlich besser aus der Kabine und erhöhten den Druck. Die Eispiraten waren nun vor allem defensiv gefordert, konnten sich aber mehrfach auf einen starken Kevin Reich verlassen. Auch ein weiteres Powerplay blieb ungenutzt.
Stattdessen nutzte Kassel eine Überzahlsituation eiskalt zum Ausgleich: Mitchell Hoelscher stand nach wenigen Sekunden goldrichtig und verwertete ein Zuspiel von Hans Detsch zum 1:1 (33.).
Spannender Schlussabschnitt
Im letzten Drittel hatte Louis Brune die große Chance, die Eispiraten erneut in Führung zu bringen, ließ diese jedoch ungenutzt. Kurz darauf schlugen die Huskies kaltschnäuzig zu: Hunter Garlent zog mit viel Tempo vor das Tor und überwand Reich sehenswert zum 1:2 (43.). Obwohl Kassel nun das spielbestimmende Team war, bewiesen die Eispiraten Moral. Erneut im Powerplay sorgte eine starke Kombination für den Ausgleich: Dylan Wruck bediente Tim McGauley mit einem präzisen Pass durch den Slot, den dieser direkt zum 2:2 verwertete (52.).
Die Freude währte jedoch nur kurz. Nur eine Minute später gingen die Huskies erneut in Führung, als der Puck in einer unübersichtlichen Situation vom Schlittschuh von Yannik Valenti zum 2:3 ins Tor sprang (53.). In der Schlussphase warfen die Eispiraten noch einmal alles nach vorne, fanden gegen die gut strukturierte Defensive der Nordhessen jedoch keine entscheidenden Lücken mehr. So entführten die Kassel Huskies am Ende die drei Punkte aus dem Sahnpark.
Mannschaftskapitän Dominic Walsh hat sich im gestrigen Teamtraining einen Trainingsunfall zugezogen und steht den Eispiraten Crimmitschau an diesem Wochenende somit nicht zur Verfügung.
Der Angreifer zog sich dabei eine Oberkörperverletzung zu und begab sich im Anschluss zu weiteren Untersuchungen ins Klinikum. In den kommenden Tagen wird sich Walsh zusätzlichen medizinischen Abklärungen unterziehen. Erst danach wird feststehen, wie lange der Kapitän ausfallen wird. Walsh blickt bislang auf eine starke Saison zurück. In 36 Spielen erzielte der Rekordspieler der Eispiraten 16 Tore und bereitete weitere 20 Treffer vor.
Die Eispiraten Crimmitschau informieren, sobald genauere Erkenntnisse zur Ausfalldauer vorliegen und wünschen Dominic Walsh bereits an dieser Stelle eine gute Besserung.
Westsachsen stehen vor nächstem Punktspielwochenende in der DEL2
Auf die Eispiraten Crimmitschau wartet ein weiteres richtungsweisendes Wochenende in der DEL2. Zwei Spiele binnen drei Tagen stehen an – zunächst das Heimspiel gegen die Kassel Huskies am morgigen Freitag (30.01.2026 – 19.39 Uhr), ehe am Sonntag das prestigeträchtige Sachsenderby bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser folgt (01.02.2026 – 17.00 Uhr). Tickets für das Heimspiel gegen die Huskies sind weiterhin online sowie an der Abendkasse erhältlich.
Ordentliche Woche als Grundlage
Die Westsachsen konnten zuletzt eine ordentliche Woche verbuchen und sammelten fünf Punkte aus drei Spielen. Dem wichtigen 2:1-Heimsieg gegen Ravensburg folgte ein guter, aber unbelohnter Auftritt gegen Krefeld. Gegen Freiburg verlief die Partie letztlich zwar etwas frustrierend, dennoch nahmen die Eispiraten immerhin zwei Punkte mit. Auf diesen Leistungen will das Team von Cheftrainer Jussi Tuores nun aufbauen – auch, weil der Abstand zu den Playdown-Plätzen immer knapper wird und man gleichzeitig den Anschluss an die Playoff-Ränge nicht verlieren möchte. Tuores kann dabei aller Voraussicht nach auf das gleiche Lineup setzen wie am vergangenen Sonntag.
Kassel Huskies zu Gast beim Sachsenlotto-Gameday
Am morgigen Freitag steht bereits das nächste Heimspiel an. Im Rahmen des Sachsenlotto-Gamedays empfangen die Eispiraten die Kassel Huskies im Kunsteisstadion im Sahnpark. Die Huskies reisen als Tabellenzweiter mit 80 Punkten aus 39 Spielen nach Crimmitschau und spielen bislang eine starke Saison.
Zwar unterlag das Team von Trainer Todd Woodcroft zuletzt zuhause Bietigheim mit 4:5 nach Overtime, zeigte sich aber auswärts in Landshut beim 5:2-Erfolg äußerst souverän. Die bisherigen drei Saisonduelle gingen allesamt an die Hessen – höchste Zeit also für die Eispiraten, diese ernüchternde Bilanz aufzubessern und den ersten Sieg gegen die „Schlittenhunde“ einzufahren.
Topscorer der Kasseler ist der Kanadier Tyler Benson mit 17 Toren und 31 Vorlagen, dicht gefolgt von Hunter Garlent (16 Tore, 28 Assists). Beide haben ihre Verträge bei den Huskies bereits verlängert. Im Tor könnte es zu einem Wiedersehen mit Oleg Shilin kommen, der zwei Jahre das Trikot der Eispiraten trug. Stammtorhüter ist jedoch Philipp Maurer, der auf deutlich mehr Spielzeit im Gehäuse der Hessen kommt.
Wie auch in den Vorjahren wird Sachsenlotto als Spieltagspartner mit zahlreichen Aktionen für ein besonderes Rahmenprogramm sorgen. Geplant sind unter anderem ein Ehrenbully, Interviews sowie die exklusive Auszeichnung des Spielers des Spiels.
Sachsenderby mit enormer Bedeutung
Nur zwei Tage später geht es für die Eispiraten ins Sachsenderby nach Weißwasser. Am Sonntag treffen sie in der Eisarena Weißwasser auf die Lausitzer Füchse – ein Duell mit viel Prestige und enormer Bedeutung für die Tabelle. Zudem wird Verteidiger Ole Olleff voraussichtlich sein 500. Spiel für die Eispiraten bestreiten.
Beide Teams stehen aktuell bei 55 Punkten, wobei die Füchse ein Spiel mehr absolviert haben und auf Rang zehn liegen. Die Eispiraten belegen derzeit Platz neun. Das Team von Christof Kreutzer geht mit Selbstvertrauen in das Derby, nachdem zuletzt zwei Siege gegen Regensburg (2:1) und bei der Düsseldorfer EG (4:2) gelangen. In den bisherigen drei Saisonduellen konnte jeweils die Heimmannschaft gewinnen – zwei Mal die Eispiraten, einmal die Füchse. Ziel der Westsachsen ist es, die positive Derbybilanz weiter auszubauen.
Bester Scorer der Lausitzer ist der Kanadier Lane Scheidl mit 29 Punkten. Mit jeweils zwölf Treffern folgen Lennard Nieleck und Mannschaftskapitän Clarke Breitkreuz. Im Tor schloss zuletzt Lennart Neiße die Lücke, die durch den Ausfall von Anthony Morrone entstanden ist.
Spiele in der DEL2 live verfolgen
Für alle Fans, die nicht ins Stadion gehen können, wird es wieder zwei Möglichkeiten geben, dass Team von Cheftrainer Jussi Tuores dennoch live zu verfolgen. So bietet Sporteurope.TV einen kostenpflichtigen Livestream aller DEL2-Begegnungen an. Die Kollegen von etconline.de werden alle Fans zudem mit einem kostenfreien Liveticker auf dem Laufenden halten.
Am Montag (26.01.2026) hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) die sechs Athletinnen und Athleten vorgestellt, die zur Wahl als Fahnenträger für Team Deutschland bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele stehen. Zu den Nominierten gehört NHL-Stürmer Leon Draisaitl (Edmonton Oilers), der für das deutsche Männer-Eishockeyteam in Mailand auflaufen wird. Ab sofort und noch bis zum 3. Februar 2026 können deutsche Fans mit abstimmen, wer aus dem Team Deutschland die deutsche Fahne bei der Eröffnungsfeier am 6. Februar 2026 tragen darf.
Leon Draisaitl: „Natürlich ist es eine große Ehre und es erfüllt mich auch ein wenig mit Stolz, zu den drei nominierten Männern für die Wahl zum Flaggenträger zu gehören. Ich bin dem DOSB für die Nominierung sehr dankbar und habe mich über den Anruf von Otto Fricke (Anmerkung: Vorstandsvorsitzender Deutscher Olympischer Sportbund) sehr gefreut, der mich am Sonntag mit der Nachricht erreicht hat. Ich bin sehr gespannt auf alles, was in Mailand vor uns liegt, und kann es kaum erwarten, zusammen mit der Mannschaft für Deutschland auf dem Eis zu stehen.“
Christian Künast, Vorstand Sport des DEB: „Es ist bereits eine große Auszeichnung, zum Kreis der Kandidaten für diese besondere Aufgabe zu gehören. Wir freuen uns für Leon Draisaitl, der durch seine herausragenden Leistungen in den vergangenen Jahren eine absolute Ausnahmepersönlichkeit unseres Eishockeysports ist. Insofern hoffen wir natürlich, dass er diese besondere Rolle für Team Deutschland übernehmen darf, und bauen dabei auf die Unterstützung unserer Eishockeyfans und Sportbegeisterten in Deutschland, die Leon wählen dürfen.“
DOSB-Präsident Thomas Weikert wird in der Meldung des DOSB folgendermaßen zitiert: „Das Team Deutschland bei Olympischen Spielen als Fahnenträgerin anführen zu dürfen, ist eine riesige Ehre, die nur sehr wenigen Menschen zuteilwird. Wir haben es uns mit der Auswahl der Kandidatinnen nicht leicht gemacht. Bei einem Team D mit über 180 Athletinnen, davon 37 olympische Medaillengewinnerinnen und viele prominente und verdiente Sportler*innen, hätte die Liste noch deutlich länger sein können. Die Wahl ist hiermit offiziell eröffnet und ich bin mir sicher, dass die Fans und das Team D gemeinsam wieder ein hervorragendes Duo auswählen werden, das unser Land würdig vertreten wird.“
Die Kriterien für die Vorauswahl der sechs Nominierten durch die Delegationsleitung des Team Deutschland waren:
Erfolg Bisherige internationale, insbesondere olympische Erfolge
Vorbildfunktion Populäre Athlet*innen, die nicht nur mit ihren Erfolgen, sondern auch mit ihrer Persönlichkeit und Haltung einen fairen und manipulationsfreien Leistungssport verkörpern und Menschen begeistern und inspirieren, selbst Sport zu treiben und sportlichen Erfolg anzustreben
Vielfalt des Sports Auswahl von Athlet*innen aus verschiedenen Sportarten und Disziplinen
Vorrang für die Wettbewerbe der Olympischen Spiele Die Teilnahme an der Eröffnungsfeier ist freiwillig und passt nicht immer in das Trainings- und Wettkampfprogramm der Athletinnen. Daher bedarf es einer Zustimmung von Athletin und Verband für eine Nominierung auf der Shortlist.
Seit den Olympischen Spielen in Rio 2016 können Öffentlichkeit und Fans gemeinsam mit den Athletinnen des Team D über die Fahnenträgerinnen abstimmen. Dabei werden die Stimmen der Athlet*innen des Team D und die der Fans mit jeweils 50 Prozent gewertet. Wer dann jeweils bei den Frauen und Männern die höchste Prozentpunktzahl hat, trägt die Fahne bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026.
Die Eröffnungsfeier der Winterspiele in Norditalien findet dezentral an vier Standorten statt. Neben dem Hauptstandort Mailand sind dies Cortina, Livigno und Predazzo. Aufgrund der verteilten Standorte ist es deshalb möglich, dass die Fahnenträgerinnen nicht am selben Ort sein werden. Der Einlauf der Mannschaften inkl. Fahnenträgerinnen soll an allen Standorten zeitgleich stattfinden, um ein gemeinschaftliches Gefühl herzustellen.
Foto: City-Press GmbH Offizielle Pressemitteilung Deutscher Eishockey-Bund e. V.
Ole Max Olleff bestreitet am kommenden Sonntag, zum Sachsenderby in Weißwasser, aller Voraussicht nach sein 500. Eispiraten-Spiel.
Im Video-Interview mit Aaron Frieß spricht der Verteidiger mit der Rückennummer 15 über einen sich schließenden Kreis, prägende Momente, die Erinnerung an sein erstes Spiel und die Entwicklung der DEL2.
Ladislav Zikmund und Greg Kreutzer mit Englischunterricht bei angehender Partnerschule
Besonderer Besuch im Erzgebirge: Mit Ladislav Zikmund und Gregory Kreutzer waren gestern zwei Profis der Eispiraten Crimmitschau zu Gast an der Privaten Oberschule Geyer – eine angehende Partnerschule des Eishockey-Zweitligisten, zu dessen Projekt Eispiraten@School bereits 36 Partnerschulen zählen. Für die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen wurde der Englisch-Unterricht dabei zu einer ganz besonderen Abwechslung.
In einer Gesprächsrunde – natürlich auf Englisch – stellten die Jugendlichen den beiden Eispiraten zahlreiche Fragen. Die Themen reichten von ganz persönlichen Details bis hin zum Leben als Profi-Eishockeyspieler. Auch der Umgang mit Druck und Niederlagen spielte dabei eine große Rolle. Gregory Kreutzer erklärte den Schülerinnen und Schülern, dass Druck zum Leistungssport dazugehört: Nur so könne man sich weiterentwickeln.
Für Ladislav Zikmund war der Schulbesuch ein weiterer besonderer Moment: Erst wenige Tage zuvor hatte der Stürmer nach 71 Tagen Verletzungspause sein Comeback für die Eispiraten gefeiert. Beide Spieler berichteten außerdem, dass sie bereits im Alter von drei Jahren das erste Mal auf dem Eis standen – eine Gemeinsamkeit, die viele beeindruckte.
Nach dem Unterricht standen Autogramme und persönliche Gespräche auf dem Programm. Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich begeistert von der Begegnung und den Einblicken in andere Kulturen und den Profisport. Ermöglicht wurde der Besuch durch das Engagement von einigen Eltern. Auch im Sportunterricht der Klassenstufe 6 waren die Eispiraten mit dabei.
Comebacker sichert sich Platz eins beim Fanvoting auf Facebook
Auch nach den drei Begegnungen gegen Ravensburg, Krefeld und Freiburg hatten die Fans der Eispiraten Crimmitschau auf Facebook wieder die Möglichkeiten, ihren „Freiberger – Star of the week“ zu wählen.
Der erste Platz geht in dieser Woche an Ladislav Zikmund. Der Tscheche sammelte nach seinem lang ersehnten Comeback am Sonntag ganze 126 Stimmen – und das kommt nicht von ungefähr. Der Offensivmann fügte sich nach 71 Tagen Verletzungspause schnell ein, war körperlich präsent, gewohnt „gritty“ und belebte mit seiner Spielweise das Spiel der Eispiraten, die letztlich mit 2:1 in der Overtime gegen den EHC Freiburg gewannen. Die Fans honorierten seine Leistungen mit Platz eins und der Wahl zum „Freiberger – Star of the Week“.
Auf Rang zwei landet Maxim Trépanier. Der Kanadier kommt nach leichten Startschwierigkeiten immer besser in Fahrt und hatte am 2:1-Erfolg über Freiburg, nicht nur wegen seines Treffers in der Verlängerung, einen großen Anteil am Heimsieg. In einer Sturmreihe mit Denis Shevyrin und Louis Brune sorgt der Stürmer immer wieder für Gefahr und sammelt vor allem beim Crimmitschauer Publikum nun mehr und mehr Pluspunkte. Mit 117 Stimmen landet er auf Platz zwei beim Voting.
Den dritten Platz belegt Dylan Wruck. Der Sommerneuzugang ist eine echte Scoringmaschine, belebt mit seinen Fähigkeiten das Offensivspiel und füllt momentan die entstandene Lücke des eigentlichen Topscorers Corey Mackin. Zunächst traf Wruck gegen Ravensburg zum frühzeitigen 2:1-Endstand, am Sonntag verwandelte er dann kaltschnäuzig zum zwischenzeitlichen 1:0 gegen Freiburg. Er ist und bleibt ein gnadenloser Sniper!
Eispiraten-Partner Freiberger präsentiert die Top-5 der Woche
Am vergangenen Freitag waren die Eispiraten zu Gast in der Kinderarztpraxis Natalia Dietrich am Friedenspark. In Vertretung des Clubs übergaben Julia Pehling, Verteidiger Mirko Sacher sowie die beiden Spielerfrauen Verena Sacher und Anna Reich ein von der gesamten Mannschaft signiertes Trikot.
Mit dieser kleinen Aufmerksamkeit möchten sich die Eispiraten herzlich für die hervorragende medizinische Betreuung der Familien aus der Eispiraten-Organisation bedanken. Gerade bei Erkältungen oder kleineren Wehwehchen ist die Kinderarztpraxis oft die erste und wichtigste Anlaufstelle für die Kids. Umso mehr schätzen die Eispiraten das große Engagement und die verlässliche Unterstützung des gesamten Praxisteams.
Westsachsen mit Zusatzpunkt am vierten Blaulicht-Tag
Die Eispiraten Crimmitschau haben ihr heutiges Heimspiel im Rahmen des vierten Blaulicht-Tages gegen den EHC Freiburg für sich entschieden. Mit 2:1 setzten sich die Westsachsen vor 3.800 Zuschauern in der Overtime gegen die Breisgauer durch. Dylan Wruck brachte die Crimmitschauer zunächst in Führung, Maxim Trépanier erzielte in der Overtime den entscheidenden Game Winner.
Medizinischer Notfall sorgt für Ruhe im Sahnpark – Wruck kaltschnäuzig zum 1:0
Die beste Nachricht vor dem Anbully konnte man dem offiziellen Spielbericht entnehmen: Nach langer Verletzungspause kehrte der tschechische Offensivmann Ladislav Zikmund zurück in den Kader der Westsachsen. Die Zuschauer des vollen Sahnparks sahen schließlich ein offenes Spiel zu Beginn der Partie. Sowohl die Eispiraten als auch der EHC Freiburg agierten zunächst ohne großes Risiko und tasteten sich ab – lediglich Maxim Trépanier hatte eine große Chance, traf aus spitzem Winkel jedoch nur das Gestänge.
In eben jener Phase wurde es ruhig im Stadion: Aufgrund eines medizinischen Notfalls wurde der Support seitens der Fans eingestellt. Als Entwarnung gegeben wurde und auch die Zuschauer wieder kräftig pushten, kamen die Crimmitschauer immer besser ins Spiel. Louis Brune und Johannes Schmid scheiterten mit ihren guten Chancen, die Eispiraten belohnten sich aber nach 14 Minuten dann doch: Tim McGauley stibitzte seinem Gegenspieler an der eigenen blauen Linie die Scheibe, schaltete schnell um und legte schließlich clever für Dylan Wruck ab, der eiskalt blieb und zum nicht unverdienten 1:0 einschoss.
Verbesserte Freiburger im zweiten Durchgang
Die Freiburger kamen dann jedoch verbessert aus der Kabine, weshalb es nun wieder ein deutlich offeneres Spiel wurde. Die Wölfe nahmen nun viele Schüsse und versuchten, Kevin Reich unter Druck zu setzen. Der Eispiraten-Schlussmann blieb aber gewohnt sicher und ließ auch im zweiten Durchgang keinen weiteren Treffer zu. Auf der Gegenseite blieben jedoch auch die Eispiraten immer wieder gefährlich, verpassten es aber trotz bester Möglichkeiten, die Führung auszubauen. Adam McCormick aus der Ferne sowie Dominic Walsh und Louis Brune blieben mit ihren Versuchen zu ungenau.
Später Ausgleich schockt Eispiraten – Trépanier mit dem Game Winner in Overtime
Auch im Schlussabschnitt schenkten sich beide Teams in einem intensiven, aber keineswegs unfairen Spiel nichts. Kevin Reich stand dabei immer wieder seinen Mann und stellte in einigen Situationen zudem einmal mehr unter Beweis, dass er ein mitspielender Goalie ist. Auf der Gegenseite war es einmal mehr Till Michel, der sich nicht für einen ordentlichen Auftritt belohnen konnte. Er konnte ebenso wenig erhöhen wie Denis Shevyrin, der bei seinem Alleingang kurz vor Ex-Eispirat Fabian Hegmann noch ausgebremst wurde.
Letztlich konnten die Freiburger die Crimmitschauer spät schocken. In numerischer Überzahl war es Goldhelm Shawn O’Donnell, der Reich überwand und nach 58 Minuten zum 1:1 einschoss. In der Overtime ging es schließlich hin und her, wobei zunächst die Freiburger etwas griffiger wirkten. Die Gastgeber hatten jedoch das nötige Quäntchen Fortune: Mario Scalzos Querpass konnte Maxim Trépanier zum 2:1-Game Winner über die Linie drücken. Damit sicherte der Kanadier mit seinem zweiten Saisontor den wichtigen Zusatzpunkt für die Eispiraten.